02 May 2026, 10:20

Lerchek startet Kosmetikmarke trotz Krebs im Endstadium – zwischen Bewunderung und Kritik

Buntes Plakat für das Nationale Krebsinstitut mit blauem Hintergrund und weißer Schrift, das einen Kreis aus überlappenden, fröhlichen Bildern von verschiedenen Menschen um den fetten, großgeschriebenen Titel zeigt.

Lerchek startet Kosmetikmarke trotz Krebs im Endstadium – zwischen Bewunderung und Kritik

Valeria Chekalina, im Netz besser bekannt als Lerchek, hat trotz einer Krebsdiagnose im Stadium 4 eine Kosmetikmarke namens Eyya Skin auf den Markt gebracht. Ihr öffentlicher Umgang mit der Krankheit – eine Mischung aus persönlichen Schicksalsschlägen und unternehmerischer Eigenwerbung – sorgt bei ihren Followern sowohl für Unterstützung als auch für Kritik.

In Werbevideos für Eyya Skin thematisierte Chekalina offen ihre fortgeschrittene Krebserkrankung. Sie verband Schilderungen ihres Leidensweges mit Botschaften der Widerstandskraft und schuf so ein öffentliches Image, das Stärke und emotionale Ansprache vereint. Manche Zuschauer werfen ihr jedoch vor, ihre Videos nutzten zu sehr das Mitleid der Zuschauer als Mittel der Selbstdarstellung.

Der Produzent Gera Iwatschenko bezeichnete Chekalinas Strategie als ungewöhnlich für das russische Publikum. Normalerweise ziehen sich Menschen mit schweren gesundheitlichen Krisen aus der Öffentlichkeit zurück – sie hingegen setzt auf Sichtbarkeit. Iwatschenko verglich ihren Ansatz mit globalen PR-Taktiken, wie sie etwa die Familie Kardashian nutzt, und vermutet, dass Chekalina damit die finanzielle Absicherung ihrer Kinder im Blick hat.

Die Reaktionen auf Eyya Skin fallen gespalten aus. Während viele Bewunderer ihre Entschlossenheit loben, werfen ihr andere vor, ihre Krankheit für Aufmerksamkeit auszunutzen. Iwatschenko warnte zudem, dass eine solche Offenheit bei einem Publikum, das an derartige Transparenz nicht gewöhnt ist, auf Unbehagen stoßen könne.

Auch Chekalinas Privatleben steht unter verstärkter Beobachtung. Ihr Ex-Mann, Artem Chekalin, wurde wegen Devisenbetrugs zu sieben Jahren Haft in einer Moskauer Strafkolonie verurteilt – ein weiterer Aspekt in ihrer öffentlichen Erzählung.

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Die Markteinführung von Eyya Skin hat eine Debatte über die Grenzen zwischen persönlichem Storytelling und kommerzieller Vermarktung entfacht. Chekalinas Entscheidung, trotz ihrer gesundheitlichen Kämpfe im Rampenlicht zu bleiben, markiert einen Wandel im Umgang russischer Persönlichkeiten mit ihrem Publikum. Die gemischten Reaktionen spiegeln dabei sowohl Bewunderung für ihre Widerstandsfähigkeit als auch Skepsis gegenüber ihren Methoden wider.

Quelle