19 December 2025, 20:36

Kultur kann sich auf den Staat verlassen

Eine Gruppe von Menschen untersucht Plakate und Diagramme, die an einer Wand in einem scheinbar Kunstmuseum angezeigt werden.

Kultur kann sich auf den Staat verlassen

Kultur kann sich auf den Staat verlassen

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  1. Dezember 2025

Baden-Württemberg hat in den vergangenen zehn Jahren seine Kulturförderung kontinuierlich ausgebaut. Seit 2011 ist das Budget für Kunst und Kultur um rund 62 Prozent gestiegen. Für das Jahr 2026 stellt das Land 620,6 Millionen Euro bereit – leicht weniger als die 627,4 Millionen Euro, die 2025 aufgewendet wurden.

Diese Verpflichtung kommt zu einer Zeit, in der einige Städte, darunter Stuttgart und Karlsruhe, Kürzungen bei ihren eigenen Kulturzuschüssen ankündigen.

Trotz der kommunalen Einsparungen wird die Landesregierung ihren Anteil an der Finanzierung gemeinsam getragener Kultureinrichtungen im Jahr 2026 aufrechterhalten. Über 300 Einrichtungen in Baden-Württemberg sind auf diese gemeinsame Förderung angewiesen, darunter rund 50 in Stuttgart und 30 in Karlsruhe allein.

Stuttgart plant, den Zuschuss für das Württembergische Staatstheater im kommenden Jahr um über vier Millionen Euro zu kürzen. Auch Karlsruhe wird seine Unterstützung für das Badische Staatstheater reduzieren. Dennoch hält das Land an seinem 50-Prozent-Anteil für diese Institutionen fest und sichert so ihre Stabilität.

Das Württembergische Staatstheater in Stuttgart bleibt mit etwa 59,4 Millionen Euro im Jahr 2025 der größte Empfänger direkter Landesmittel. Es folgt das Badische Staatstheater in Karlsruhe mit rund 26,5 Millionen Euro. Weitere wichtige Begünstigte sind das Linden-Museum und die Gedenkstätte Hotel Silber in Stuttgart, die ebenfalls im Verhältnis 50:50 gefördert werden.

Durch die Einhaltung seiner finanziellen Zusagen will das Land den Kulturbetrieb schützen – selbst wenn die kommunalen Haushalte enger werden.

Der Kulturhaushalt des Landes für 2026 beträgt 620,6 Millionen Euro und unterstreicht damit die langfristige Unterstützung der Künste. Während Städte wie Stuttgart und Karlsruhe ihre Beiträge verringern, sorgen die Garantien der Landesregierung dafür, dass die Arbeit großer Einrichtungen gesichert bleibt. So bleibt der Zugang zu Theater, Museen und Gedenkstätten in der gesamten Region gewährleistet.