KSI in der Kritik: Altes Video mit frauenfeindlichem "Witz" über Schwangere entfacht Empörung
Paula GumprichKSI in der Kritik: Altes Video mit frauenfeindlichem "Witz" über Schwangere entfacht Empörung
„Britain’s Got Talent“-Juror KSI gerät nach altem Video mit frauenfeindlichem „Witz“ über Schwangere in die Kritik
Der Britain’s Got Talent-Juror KSI sieht sich mit massiver Kritik konfrontiert, nachdem ein altes Video wieder aufgetaucht ist, in dem er einen verstörenden „Scherz“ über Gewalt gegen schwangere Frauen macht. Die Aufnahme, die ursprünglich 2017 veröffentlicht wurde, hat bei Aktivisten gegen häusliche Gewalt erneute Empörung ausgelöst – sie verurteilen seine Äußerungen als inakzeptabel.
In dem inzwischen gelöschten YouTube-Clip ist zu sehen, wie KSI – mit bürgerlichem Namen Olajide William Olatunji – auf den Rat seiner Mutter zu sicherem Sex reagiert. Als sie ihn daran erinnert, ein Kondom zu benutzen, antwortet er: „Wenn sie schwanger wird, boxe ich einfach das Baby raus.“ Der Kommentar, der fast ein Jahrzehnt zurückliegt, sorgt nun nach seiner erneuten Verbreitung im Netz für Aufsehen.
Ein Insider aus dem Umfeld des 31-Jährigen erklärte der „Sun“, KSI bereue die Worte zutiefst. „Wie viele Menschen erkennt auch er im Rückblick, dass seine Wortwahl damals sowohl dumm als auch falsch war“, so die Quelle. Es ist nicht das erste Mal, dass der ehemalige YouTuber und heutige Juror in die Schlagzeilen gerät: Erst im vergangenen Jahr zog er sich vorübergehend aus den sozialen Medien zurück, nachdem ein Satire-Video eine rassistische Äußerung enthalten hatte.
Die Hilfsorganisation Women’s Aid, eine der führenden Initiativen gegen häusliche Gewalt in Großbritannien, verurteilte den „Witz“ scharf. „Solche Aussagen sind niemals akzeptabel – selbst wenn sie als Scherz gemeint sind“, hieß es in einer Stellungnahme. Die Organisation warnte, dass derartige Bemerkungen Gewalt gegen Frauen verharmlosen und das Ausmaß des Problems bagatellisieren.
KSI, der zunächst als Mitglied der YouTube-Gruppe The Sidemen bekannt wurde, baute seine Karriere später in den Bereichen Musik, Boxen und Fernsehen aus. Seine Rolle als Juror bei Britain’s Got Talent festigte seinen Status als Mainstream-Prominenter. Doch das wiederaufgetauchte Video rückt ihn nun erneut in ein kritisches Licht. Aktivisten betonen, dass „Witze“ über Gewalt gegen Schwangere gefährliche Verhaltensmuster normalisieren. Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Kontroversen, die den Star immer wieder einholen – sein öffentliches Image kollidiert dabei regelmäßig mit seinen früheren Aussagen.






