15 March 2026, 22:19

Kleist-Festival 2025 verbindet Klimawandel, Rechtsextremismus und Punk-Oper in Frankfurt (Oder)

Eine Gruppe von Menschen auf einer Bühne vor einem Uhrturm, umgeben von Gebäuden, Bäumen und einem bewölkten Himmel, mit einem Bildschirm auf der Bühne, beim Kreissparkasse Gotha Musikfestival.

Kleist-Festival 2025 verbindet Klimawandel, Rechtsextremismus und Punk-Oper in Frankfurt (Oder)

Das Kleist-Festival 2025 findet vom 7. bis 12. Oktober in Frankfurt (Oder) statt. In diesem Jahr setzt sich die Veranstaltung mit drängenden Themen wie Klimawandel und Rechtsextremismus auseinander – und feiert zugleich das Erbe Heinrich von Kleists, des berühmten Dramatikers der Stadt. Festivalleiter Florian Vogel bezeichnet die Ausgabe als "noch nie so relevant und zeitgemäß" und spiegelt damit die Komplexität der heutigen Welt wider.

Im Mittelpunkt steht Kleist, der 1777 in Frankfurt (Oder) geboren wurde und dort aufwachsen sollte. Seine Werke, darunter Der zerbrochne Krug – heute Pflichtlektüre an deutschen Schulen –, werden prominent vertreten sein. Eine moderne Neuinszenierung des Klassikers wird neben Theresia Walsers neuem Stück zu sehen sein, das die Radikalisierung einer Schule unter einer rechtsextremen Regierung thematisiert.

Musik spielt eine zentrale Rolle: Eine Punk-Oper mit dem Titel Schroffenstein: In Grund und Boden verbindet Arien, Punk-Songs und gesprochene Szenen. Das Programm umfasst zudem Lesungen, eine Ausstellung und einen Chorauftritt. Vogels Konzept verknüpft Kleists Themen mit aktuellen Debatten und zeigt, wie brisant sein Werk bis heute ist.

Frankfurt (Oder) blickt bereits voraus: Für 2027 ist ein Kleist-Jahr geplant, um den 250. Geburtstag des Dichters zu würdigen. Die anhaltende Beschäftigung der Stadt mit seinem Schaffen unterstreicht dessen anhaltenden Einfluss – von Schulcurricula bis hin zu universitären Forschungen in Gender-, Postcolonial- und Medienstudien.

Das Festival 2025 verbindet Theater, Musik und Diskussionsformate, um Kleists Ideen mit gegenwärtigen Fragen zu verknüpfen. Produktionen wie die Punk-Oper oder Walsers Stück bieten kühne Neuinterpretationen seines Erbes. Gleichzeitig sichern die Vorbereitungen auf 2027 Kleists Relevanz für kommende Generationen.

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