07 May 2026, 06:17

Jungheinrichs Krise: Gewinn halbiert, Führungskräfte gehen, Aktie stürzt ab

Logo der 48. Versorgungsmanagementstaffel mit einem blauen Schild mit einem weißen Stern, einem weißen Banner mit der Aufschrift "Versorgungsmanagement" in blau und schwarzem Text "48. Versorgungsmanagementstaffel" in fetter Schrift.

Jungheinrichs Krise: Gewinn halbiert, Führungskräfte gehen, Aktie stürzt ab

Jungheinrich steht vor finanziellen Herausforderungen nach drastischem Gewinnrückgang

Der Industriegabelstapler-Hersteller Jungheinrich kämpft mit finanziellen Schwierigkeiten, nachdem die Erträge stark eingebrochen sind. Der Börsenwert des Unternehmens ist seit Ende 2025 um fast 30 Prozent gesunken und liegt derzeit bei etwa 2,6 Milliarden Euro. Zudem wurden Führungswechsel bekannt gegeben, nachdem ein hochrangiger Manager das Unternehmen vorzeitig verlassen hat.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) halbierte sich im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ein Streik im Werk Lüneburg sowie der harte Wettbewerb auf dem Markt trugen zu diesem Rückgang bei. Die Rückschläge erhöhen den Druck auf das Unternehmen.

Die Finanzvorständin Heike Wulff wird das Unternehmen nach einer einvernehmlichen Lösung mit dem Aufsichtsrat verlassen. Ihr ursprünglich bis Mai 2027 laufender Vertrag wird nicht verlängert. Wulff war Anfang 2026 in den Vorstand von Jungheinrich eingetreten, scheidet nun aber vorzeitig aus.

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CEO Lars Brzoska übernimmt die Finanzgeschäfte kommissarisch, bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist. Das Unternehmen bleibt mehrheitlich im Besitz der Familie des Gründers Friedrich Jungheinrich. Die 54 Millionen stimmberechtigten, nicht börsennotierten Stammaktien sind gleichmäßig auf die Familien seiner beiden Töchter aufgeteilt, die zusammen 53 Prozent aller Anteile halten. Die 45 Millionen stimmrechtslosen Vorzugsaktien werden hingegen im MDAX gehandelt.

Die finanziellen Probleme und die personellen Veränderungen treffen Jungheinrich in einer schwierigen Phase. Während Brzoska die Finanzen vorübergehend leitet, muss das Unternehmen seine Performance stabilisieren und gleichzeitig nach einem neuen Finanzvorstand suchen. Die familiengeführte Eigentümerstruktur bleibt trotz der aktuellen Herausforderungen unverändert.

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