Joyn nimmt Jerks. nach Deepfake-Vorwürfen gegen Christian Ulmen aus Programm
Enrico Herrmann"Arschlöcher." nicht mehr auf Joyn verfügbar - Joyn nimmt Jerks. nach Deepfake-Vorwürfen gegen Christian Ulmen aus Programm
Der Streamingdienst Joyn hat die Comedyserie Jerks. nach schweren Vorwürfen gegen den Schauspieler Christian Ulmen aus seinem Programm genommen. Der Schritt erfolgt, nachdem seine Ex-Frau Collien Fernandes ihn öffentlich schwerwiegender Verfehlungen bezichtigt hatte – was eine breite Debatte und mediale Aufmerksamkeit auslöste.
Am 19. und 20. März 2026 äußerte Fernandes detaillierte Anschuldigungen gegen Ulmen: Sie warf ihm vor, seit Ende 2024 gefälschte Online-Profile erstellt, Deepfake-Pornografie produziert und manipulierte Bilder von ihr verbreitet zu haben. Die Handlungen bezeichnete sie als eine Form der "virtuellen Vergewaltigung". Die Vorwürfe führten zu einem dramatischen Stimmungswandel in der Öffentlichkeit – aus dem einst geschätzten Komiker und Tatort-Darsteller Ulmen wurde der Mittelpunkt eines wachsenden Skandals.
In den sozialen Medien brach eine Welle der Empörung los: Beiträge zum Thema erhielten über 350.000 Likes, während Kommentatoren Parallelen zu anderen prominenten Missbrauchsfällen wie dem "Pelicot-Moment" zogen. Die Forderungen nach Konsequenzen wurden lauter, begleitet von Diskussionen über mögliche rechtliche Folgen – darunter Geldstrafen oder sogar Haft nach spanischem Recht.
Der Sender ProSieben, der hinter Jerks. steht, bestätigte die Entfernung der Serie von Joyn. Das Unternehmen betonte zwar die Unschuldsvermutung, räumte aber ein, dass die Vorwürfe "von großer Schwere" seien. Besonders brisant: Ulmen und Fernandes hatten in der Serie selbst ein ehemaliges Paar gespielt, was der Kontroverse eine weitere Dimension verleiht.
Die Anschuldigungen haben Ulmens öffentliches Image nachhaltig verändert und bei Sendern zu schnellem Handeln geführt. Jetzt beobachten Juristen und die Öffentlichkeit gespannt, wie sich der Fall entwickelt. Die Auswirkungen könnten nicht nur seine Karriere prägen, sondern auch die gesellschaftliche Debatte über digitalen Missbrauch.






