Josefa von Hohenzollern scheitert als Oberbürgermeisterin-Kandidatin in Leonberg
Enrico HerrmannJosefa von Hohenzollern scheitert als Oberbürgermeisterin-Kandidatin in Leonberg
Josefa von Hohenzollern, einst als "singende Bürgermeisterin" von Kollnburg bekannt, ist mit ihrem Versuch gescheitert, Oberbürgermeisterin von Leonberg zu werden. Bei der Wahl erreichte sie lediglich 11 Prozent der Stimmen – weit abgeschlagen hinter den beiden Spitzenkandidaten. Ihr Wahlkampf folgte einer turbulenten Phase in ihrem Privatleben, geprägt von Freude und Tragik.
Erstmals auf sich aufmerksam machte von Hohenzollern mit einer Coverversion eines Liedes von Reinhard Fendrich, was ihr während ihrer Amtszeit in Kollnburg den Spitznamen "singende Bürgermeisterin" einbrachte. Doch 2020 verlor sie dort die Wiederwahl und zog später nach Leonberg, wo sie 2021 zur ersten stellvertretenden Bürgermeisterin gewählt wurde.
Im Juni 2023 kündigte sie ihre Kandidatur für das Amt der Oberbürgermeisterin an, nachdem Martin Cohn Anfang desselben Jahres zurückgetreten war. Ihr Wahlkampf stand unter dem Motto, Kommunalpolitik und Familienleben in Einklang zu bringen – ein Versprechen, das bei einigen Wählern Anklang fand. Doch ihr Privatleben nahm im August 2023 eine dramatische Wende: Mit 51 Jahren brachte sie einen Sohn zur Welt, verlor jedoch kurz darauf ihren Ehemann Harald von Hohenzollern, der unerwartet in Namibia starb.
Bei der Auszählung der Stimmen siegte Tobias Degode (CDU) mit rund 51 Prozent der Stimmen. Marion Beck (Grüne) erreichte mit 32 Prozent den zweiten Platz. Die 11 Prozent von Hohenzollerns reichten nicht aus, um das Amt zu erringen – ihr Vorstoß in die höchste politische Position der Stadt scheiterte damit.
Die Wahlergebnisse bescheren Leonberg eine neue Führung unter Tobias Degode. Von Hohenzollerns politische Zukunft bleibt nach diesem Rückschlag ungewiss. Unterdessen konzentriert sich die Stadt weiterhin auf Infrastruktur und Stadtentwicklung, geprägt von den jüngsten Veränderungen in der Kommunalpolitik.






