02 May 2026, 18:29

Ein Zugbegleiter lebt seit drei Jahren im deutschen Schienennetz – mit nur einem Rucksack

Altes Schwarz-Weiß-Foto des Bahnhofs Dielkirchen in Deutschland mit einem Zug auf den Schienen, umgeben von Häusern, Strommasten, Bäumen und Menschen, mit Hügeln und einem klaren Himmel im Hintergrund.

Ein Zugbegleiter lebt seit drei Jahren im deutschen Schienennetz – mit nur einem Rucksack

Seit über drei Jahren sind für Lasse Stolley die Züge Deutschlands sein Zuhause. Der 31-Jährige arbeitet als Zugbegleiter in Festanstellung und durchquert mit einem Rucksack als einzigem Gepäck das ganze Land. Sein ungewöhnlicher Lebensstil hat ihn sogar zu einer kleinen Berühmtheit unter den Fahrgästen gemacht.

Sein Weg begann, als er bei TRI Train Rental anfing. Sein Job verlangt von ihm ständiges Unterwegssein – oft legt er bis zu 1.000 Kilometer am Tag zurück. Mit einer BahnCard 100 kann er jeden Zug der Deutschen Bahn ohne zusätzliche Kosten nutzen.

Sein Arbeitgeber übernimmt die Hälfte der Kosten für sein Bahn-Abo, was das nomadische Leben erschwinglicher macht. Trotz eines Bruttogehalts von knapp 3.400 Euro im Monat wäscht er seine Kleidung noch immer in den Waschbecken der DB Lounges. Seine Reisen haben ihn auch über die Grenzen Deutschlands hinausgeführt – bis nach Transnistrien und Istanbul.

Das Leben auf Schienen hat ihm auch unerwartete Begegnungen beschert. Seine aktuelle Freundin lernte Stolley in einer DB Lounge kennen – ein Beweis dafür, dass selbst ein Leben in ständiger Bewegung zu festen Beziehungen führen kann. Mittlerweile erkennen ihn Fahrgäste oft, halten ihn auf seinen Runden durch die Wagen an und bitten um Fotos.

Sein Alltag bleibt gleich: 40-Stunden-Wochen, ständig wechselnde Städte und ein Rucksack als einziger Stauraum. Seine Geschichte zeigt, wie ein Beruf ein ganzes Leben prägen kann. Vorerst sind die Gleise noch sein Zuhause – und die Züge fahren weiter.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle