Jens Opitz: Vom Autohaus zur digitalen Revolution der Versicherungsbranche
Paula GumprichJens Opitz: Vom Autohaus zur digitalen Revolution der Versicherungsbranche
Jens Opitz, ein erfahrener Branchenkenner der Versicherungs- und Automobilwirtschaft, blickt auf eine mehr als vierzigjährige Karriere zurück. Seine Laufbahn begann in Autohäusern, bevor er zu einer prägenden Figur in Deutschlands Assistance- und Versicherungsbranche aufstieg. In Führungspositionen bei Mercur Assistance, der Allianz und dem ADAC gestaltete er maßgebliche Projekte und operative Strategien mit.
1983 startete Opitz seine berufliche Laufbahn im Automobilhandel, wo er für VW-, Audi- und Porsche-Vertragshändler tätig war. Sechs Jahre lang lag sein Schwerpunkt auf Ersatzteil- und After-Sales-Bereichen, bis er schließlich die Leitung der Ersatzteillogistik übernahm.
1989 wechselte er zur ADAC-Zentrale in München, wo er im globalen Notrufzentrum im Schichtbetrieb arbeitete. Sechs Jahre später ging er zu Mercur Assistance, wo er zunächst das Partnernetzwerk verantwortete, bevor er die Leitung des Service- und Notrufzentrums übernahm. Unter seiner Führung wuchs das Unternehmen zum größten Assistance-Anbieter Deutschlands heran, bevor es von der Munich Re übernommen wurde.
Ab 2001 war Opitz in verschiedenen Funktionen in der Konzernzentrale der Allianz Versicherungs-AG tätig. Er arbeitete als Fachanalyst, als Six-Sigma-Black-Belt-Projektmanager und als bevollmächtigter Zeichnungsberechtigter. Zudem fungierte er als technischer Schnittstellenmanager zwischen der Allianz-Zentrale und den operativen Einheiten und vertrat das Unternehmen in Arbeitsgruppen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).
In seinen späteren Berufsjahren konzentrierte sich Opitz auf die digitale Transformation. Er leitete die Einführung der KV-Cloud-Lösung im Rahmen des SPN-Projekts und arbeitete dabei mit DAT, Audatex und Werkstattpartnern zusammen. Seine letzten Projekte drehten sich um strukturierte Daten, Schnittstellenarchitekturen und regulatorische Vorgaben – insbesondere im Datenschutz sowie im Rahmen des Digital Operational Resilience Act (DORA).
Rückblickend auf seine Karriere betonte Opitz die Herausforderungen und bezeichnete sie ohne die Unterstützung seines Kollegen Robert Seyfferth als „eine ganz andere Welt“.
Opitz’ Werdegang zeigt seine Anpassungsfähigkeit über verschiedene Branchen hinweg – vom Automobilvertrieb über die Versicherungswirtschaft bis hin zu digitaler Innovation. Seine Führungsrolle bei Mercur Assistance und der Allianz hinterließ bleibende Spuren in Deutschlands Assistance-Systemen und regulatorischen Rahmenbedingungen. Die von ihm geprägten Projekte wirken bis heute in der Datenverwaltung und im Notdienstmanagement nach.






