IT-Gehälter steigen – doch 109.000 Stellen bleiben unbesetzt
Gehaltsentwicklung in Deutschlands IT-Branche: Steigende Löhne bei wachsendem Fachkräftemangel
Die Gehälter in der deutschen IT-Branche sind gestiegen, da die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften weiter zunimmt. Die Branche beschäftigt mittlerweile fast 1,1 Millionen Menschen – ein Anstieg um 12 Prozent seit 2022. Dennoch blieben trotz höherer Löhne im Jahr 2025 rund 109.000 IT-Stellen unbesetzt.
Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt von IT-Fachkräften liegt bei 58.721 Euro. Berufseinsteiger verdienen in der Regel etwa 45.000 Euro, während Quereinsteiger oft mit rund 35.000 Euro starten. Spezialisten in gefragten Bereichen wie Cloud Computing, Cybersicherheit oder künstlicher Intelligenz können bis zu 100.000 Euro erzielen.
Mit Berufserfahrung und Spezialisierung steigen die Gehälter deutlich an. Senior-Experten in Führungspositionen verdienen oft 150.000 Euro oder mehr. Lösungarchitekten (Solution Architects) und Softwarearchitekten führen die Gehaltsrangliste an mit durchschnittlich 85.300 Euro bzw. 82.800 Euro. Auch Key-Account-Manager und Product Owner gehören zu den Spitzenverdienern mit durchschnittlichen Gehältern von 80.300 Euro bzw. 73.200 Euro.
Der Standort spielt eine entscheidende Rolle für die Bezahlung. Die höchsten Gehälter werden in München, Frankfurt und Hamburg gezahlt, wo die Durchschnittsverdienste über 65.000 Euro liegen. Trotz der attraktiven Einkommen bewerten die meisten Beschäftigten ihre Gehaltszufriedenheit mit etwa 65 Prozent.
Die deutsche IT-Branche wächst weiterhin, doch der Fachkräftemangel bleibt ein zentrales Problem. Zwar sind die Löhne gestiegen, doch die vielen unbesetzten Stellen zeigen den anhaltenden Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften. Auch die deutliche Gehaltslücke zwischen Einstiegspositionen und spezialisierten Rollen unterstreicht, wie stark Expertise die Bezahlung beeinflusst.






