09 June 2026, 06:15

IG-Metall-Chefin warnt vor tiefer Wirtschaftskrise nach sechs Jahren Stagnation

IG Metall fordert klare Rollenverteilung bei Reformgipfel im Kanzleramt

IG-Metall-Chefin warnt vor tiefer Wirtschaftskrise nach sechs Jahren Stagnation

Yasmin Benner, Vorsitzende der deutschen IG Metall, hat vor einer sich verschärfenden Wirtschaftskrise gewarnt – nach sechs Jahren der Stagnation. In einer Stellungnahme zur Industriepolitik betonte sie die Notwendigkeit gezielter Investitionen, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gegenüber den USA und China zu erhalten.

Benner bezeichnete die wirtschaftliche Lage Deutschlands als kritisch und verwies auf Jahre schwachen Wachstums. Sie argumentierte, dass der globale Wettbewerb die Vorstellung eines „fairen Wettbewerbs“ zunichtemache und daher stärkere Industriepolitiken mit klaren Prioritäten erfordere.

Sie lehnte Forderungen ab, die Gewerkschaft solle Regierungsverantwortung übernehmen, und erklärte, die IG Metall werde keine „Koalitionsgespräche 2.0“ anführen. Stattdessen bot sie dem Bund die Zusammenarbeit an – unter der Bedingung, dass Investitionen auf Industrie und Arbeitnehmer fokussiert werden.

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Benner kritisierte unklare Kürzungspläne bei Subventionen und lehnte pauschale Ausgabenkürzungen oder undifferenzierte Streichungen ab. Vorschläge zur Reform der Arbeitszeiten wies sie zurück und plädierte stattdessen für bessere Qualifizierungsmaßnahmen und eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen als Lösungsansätze.

Im Mittelpunkt ihrer Sorgen stehen weiterhin Arbeitnehmer, die mit steigenden Lebenshaltungskosten kämpfen. Benner positionierte sich als ihre Fürsprecherin und drängt auf Politiken, die langfristiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Ihre Äußerungen unterstreichen den Appell an eine strukturierte Industriepolitik statt an pauschale Kürzungen oder unkoordinierte Ausgaben. Benner besteht auf klare Rollenverteilungen zwischen Regierung und Gewerkschaften und setzt auf gezielte Investitionen, um die deutsche Wirtschaft zu stärken. Der Fokus bleibt auf dem Wohl der Arbeitnehmer und der Sicherung der globalen industriellen Position Deutschlands.

Quelle