06 May 2026, 07:17

Hugo Boss kämpft mit Umsatzeinbruch und schließt Filialen in der Krise

Zwei Männer, die lächeln und einer hält ein Objekt, mit dem Text "The Biden Small Business Boom" links und Kleidungsstücke im Hintergrund.

Hugo Boss kämpft mit Umsatzeinbruch und schließt Filialen in der Krise

Hugo Boss verzeichnet deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang im ersten Quartal 2023

Der Modekonzern Hugo Boss hat für die ersten drei Monate des Jahres 2023 einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinn gemeldet. Die Erlöse sanken um 6 Prozent auf 905 Millionen Euro, während der operative Gewinn um 42 Prozent einbrach. Das Unternehmen treibt nun Ladenschließungen und eine neue Langfriststrategie voran, um das Wachstum wiederzubeleben.

Das erste Quartal 2023 gestaltete sich für Hugo Boss schwierig: Bei beiden Hauptmarken gingen die Umsätze zurück – die Linie Hugo verzeichnete ein Minus von 21 Prozent, die Marke Boss ein Minus von 3 Prozent. Insgesamt schrumpften die Konzernumsätze in Europa, dem Nahen Osten und Afrika um 8 Prozent, wobei wichtige Märkte wie Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich ähnliche Rückgänge aufwiesen.

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Auch der operative Gewinn (EBIT) brach ein und lag bei nur noch 35 Millionen Euro – ein Rückgang um 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten gab Hugo Boss an, dass der Konflikt lediglich etwa 1 Prozent des Umsatzrückgangs ausmachte.

Als Reaktion auf die Krise beschleunigt Hugo Boss seine Sparmaßnahmen. Bis Ende März 2023 wurden bereits 15 der 50 globalen Filialen geschlossen, weitere 15 sollen bis 2028 folgen. Mit der neuen Strategie Claim 5 Touchdown will das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs bringen – frühestens jedoch ab 2027.

Für das Gesamtjahr 2023 rechnet Hugo Boss mit weiteren Rückgängen. Der Umsatz werde voraussichtlich im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich sinken, während der operative Gewinn zwischen 300 und 350 Millionen Euro liegen dürfte. Gleichzeitig bereitet die Marke den Relaunch ihrer Damenmode vor, der im November 2023 unter der Leitung von Kerstin Dorst erfolgen soll. Sie wird eine eigenständige Damenmodesparte leiten.

Hugo Boss steht ein herausforderndes Jahr bevor: Mit sinkenden Umsätzen und Gewinnen reduziert das Unternehmen seine Präsenz im stationären Handel und setzt auf eine neue Strategie, um die Performance zu stabilisieren. Die erste überarbeitete Damenkollektion wird im November erscheinen – ein wichtiger Schritt im Umstrukturierungsplan.

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