Heidelberg wird zum Technologiekonzern – mit Druck, Verteidigung und E-Mobilität
H.-Dieter ReuterHeidelberg wird zum Technologiekonzern – mit Druck, Verteidigung und E-Mobilität
Heidelberg beschleunigt Wandel zum Technologiekonzern im Geschäftsjahr 2025/2026
Im Geschäftsjahr 2025/2026 hat die Heidelberger Druckmaschinen AG ihren Umbau zu einem breiter aufgestellten Technologieunternehmen vorangetrieben. Das Unternehmen erweitert sein Portfolio über den klassischen Druckmaschinenbereich hinaus und setzt auf Kosteneffizienz, Digitaldruck sowie dual nutzbare Technologien für Branchen wie Verteidigung und Energie.
Durch die Verlagerung der Produktion der Speedmaster CX104 nach China hat Heidelberg zentrale Kostenziele erreicht. Zudem wurde ein neuer Standort in Nordmazedonien eröffnet, um die operativen Abläufe zu unterstützen. Im Druckbereich agiert das Unternehmen mittlerweile als Systemintegrator für Verpackungslösungen und deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab – von der Idee bis zum Endprodukt.
Auch im Digitaldruck wächst das Angebot, insbesondere im Tintenstrahlsegment. Die neu gegründete Tochtergesellschaft HD Advanced Technologies GmbH bündelt relevante Aktivitäten, um die zukünftige Marktposition zu stärken. Darüber hinaus hat Heidelberg die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Verpackungsmaschinenhersteller Masterwork im Bereich Nachbearbeitung ausgeweitet – über Vertrieb und Verkauf hinaus.
Der Geschäftsbereich Verteidigung ist inzwischen eine zentrale Säule des Konzerns, ebenso wie die E-Mobilitäts-Tochter Amperfied. Mit dual nutzbaren Technologien dringt Heidelberg in Märkte wie Sicherheit, Energie und industrielle Lösungen vor. Gleichzeitig entwickelt das Joint Venture ONBERG – eine Kooperation mit dem US-Unternehmen Ondas – autonome Anti-Drohnen-Abwehrsysteme. Auf der ILA Berlin Air Show wird zudem eine Absichtserklärung zwischen ONBERG und einem ukrainischen Drohnenhersteller bekannt gegeben.
Die Transformation positioniert Heidelberg als diversifizierten Technologieanbieter. Mit dem Fokus auf Digitaldruck, Verteidigungstechnik und strategische Partnerschaften löst sich das Unternehmen zunehmend von seinen traditionellen Wurzeln im Druckmaschinengeschäft. Gleichzeitig festigt es seine Marktpräsenz durch Innovation und kostengünstigere Produktionsstandorte.






