Hamburger Kinderverband droht Schließung durch Finanzierungslücke und Bürokratie
H.-Dieter ReuterHamburger Kinderverband droht Schließung durch Finanzierungslücke und Bürokratie
Kinder- und Jugendverband Hamburg (VKJH) droht die Schließung wegen unsicherer Finanzierung
Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit Hamburg (VKJH) steht vor der Schließung, da seine Finanzierung nicht gesichert ist. Besonders bedroht ist die OHA!-Ombudsstelle für Kinder- und Jugendrechte, da die Stadt erwägt, den Service abzubauen. Der Verband betreibt derzeit 17 Einrichtungen und 27 Projekte für junge Menschen.
Die Hamburger Bildungsbehörde plant, die Jugendombudsstelle mit einem neuen Angebot für Kita-Betreuung zusammenzulegen. Dafür wäre eine erneute Ausschreibung notwendig. Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) hat Bedenken gegen eine Neuvergabe des Vertrags geäußert.
Anja Post-Martens, Geschäftsführerin des VKJH, weist darauf hin, dass die ursprüngliche Ausschreibung für die OHA bereits Kindertagesstätten abdeckte. Seit der Gründung 2021 bearbeitet die Stelle jährlich rund 300 Beratungsfälle. Die Behörde hat dem VKJH nahegelegt, sich erneut zu bewerben – doch dies würde dringend benötigte Ressourcen binden.
Falls bis Ende Juni keine Lösung gefunden wird, müsste der Verband seine Einrichtungen und Projekte an die Bezirksämter abgeben. Zudem fehlen die Mittel, um die Verwaltungskosten zu decken. Offene Angebote für Kinder und Jugendliche in Hamburg leiden seit Jahren unter chronischer Unterfinanzierung.
Ohne sichere Finanzierung steht der VKJH vor dem Aus. Der mögliche Verlust der Ombudsstelle würde die Unterstützung für Hunderte junger Menschen jährlich gefährden. Eine Entscheidung über die Zukunft des Services wird vor Juli erwartet.






