Großrazzia in Langenfeld deckt 12 Scheinwohnsitze und Sozialbetrug auf
Harry GirschnerGroßrazzia in Langenfeld deckt 12 Scheinwohnsitze und Sozialbetrug auf
Razzien in Langenfeld decken 12 Scheinwohnsitze auf
Bei einer aktuellen Großrazzia in Langenfeld wurden 12 gefälschte Meldeadressen aufgedeckt, die mit Staatsbürgern aus osteuropäischen EU-Ländern in Verbindung stehen. Die Behörden stießen zudem auf unerlaubte bauliche Veränderungen sowie auf den Verdacht von Scheinanmeldungen, um Einwanderungsbestimmungen zu umgehen. Die Aktion ist Teil einer umfassenderen Offensive gegen organisierte Kriminalität und Sozialbetrug in der Region.
Letzte Woche durchsuchte ein Einsatzteam unter der Leitung von Oliver Konsierke, dem Leiter des Ordnungsamts Langenfeld, drei Immobilien. Das 19köpfige Team fand Hinweise auf gefälschte Anmeldungen, darunter sieben Personen, deren rechtlicher Status noch ungeklärt ist. In einigen Objekten befanden sich nicht angemeldete Büroräume und Lagerflächen – ein Verstoß gegen das Wohnraumgesetz.
An einer Adresse im Stadtteil Richrath wurde ein Gebäude aufgrund von Meldeverstößen abgemeldet. Verdächtig waren unter anderem eine vorgetäuschte Vaterschaftsanerkennung sowie illegale Baumaßnahmen. An einem weiteren Standort gab es Hinweise auf Scheinanmeldungen, die offenbar dazu dienten, migrationsrechtliche Hürden zu umgehen.
Die Razzien passen zu einem größeren Investitionstrend in Langenfeld, wo Personen Immobilien erworben haben, die in keinem Verhältnis zu ihren angegebenen Einkünften stehen. Die Ermittlungen deuten auf mögliche Verbindungen zur organisierten Kriminalität und zu Sozialbetrug hin.
Die Aktion ist Teil der Initiative GeKo Rhein Wupper, die vergangene Woche mit einer zentralen Koordinierungsstelle in Wuppertal an den Start ging. Das vom Land finanzierte Projekt vereint fünf Städte, die gemeinsam Datenaustausch und präventive Maßnahmen verbessern wollen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Behörden zu stärken und die Widerstandsfähigkeit gegen Kriminalität zu erhöhen.
Die Ermittlungen förderten zahlreiche Fälle von gefälschten Anmeldungen und unerlaubter Immobiliennutzung zutage. Die Behörden prüfen weiterhin den Aufenthaltsstatus der sieben betroffenen Personen. Unterdessen strebt die Initiative GeKo Rhein Wupper an, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auszubauen, um ähnliche Straftaten künftig zu verhindern.






