Gorleben bleibt weitere 20 Jahre Atomlager – trotz Endlagersuche
Atomanlagen-Gorleben bleibt weitere 20 Jahre in Betrieb
Das deutsche Zwischenlager für atomare Abfälle in Gorleben wird weitere 20 Jahre betrieben. Die Entscheidung verlängert die aktuelle Genehmigung, die ursprünglich 2034 nach vier Jahrzehnten Nutzung auslaufen sollte. Derzeit lagern dort 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall.
Die Verlängerung erfolgt vor dem Hintergrund wiederholter Verzögerungen bei der Suche nach einem Endlager für die Abfälle. Zwischen 1995 und 2011 trafen die Behälter in 13 separaten Transporten ein, die jeweils von massiven Protesten begleitet wurden.
Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) wird das Genehmigungsverfahren begleiten. Der Betreiber BGZ begründet die Verlängerung mit der Sicherheit der Anlage und verweist auf regelmäßige Überprüfungen alle zehn Jahre. Zudem helfe die Maßnahme, Fachwissen bei Mitarbeitenden und Beteiligten zu erhalten.
Kritiker, darunter die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg (BI), äußern jedoch Bedenken. Sie hinterfragen die langfristige Stabilität der Gebäude, die Zuverlässigkeit der Sicherheitsvorkehrungen sowie das Verhalten der Behälter über die Jahre.
Mit der Genehmigungsverlängerung bleibt Gorleben nun mindestens bis 2054 in Betrieb. Die Anlage wird weiterhin hochradioaktiven Abfall lagern, während die Suche nach einem Endlagerstandort andauert. Sicherheitsüberprüfungen und Fachaufsicht bleiben fester Bestandteil des Prozesses.
