Göppingen reformiert seine städtischen Unternehmen bis 2027 radikal um
H.-Dieter ReuterGöppingen reformiert seine städtischen Unternehmen bis 2027 radikal um
Der Gemeinderat von Göppingen hat eine umfassende Umstrukturierung der städtischen Unternehmen beschlossen. Die Änderungen treten im Januar 2027 in Kraft und basieren auf einer Überprüfung im Rahmen des Projekts NewOrg 2024. Ziel der Reform ist es, die Dienstleistungen effizienter zu gestalten und langfristig Kosten zu sparen.
Im Zuge der Neuordnung werden zwei kommunale Eigenbetriebe aufgelöst. Die Entwässerungsbetriebe Göppingen (SEG) gehen noch in diesem Jahr in den städtischen Servicebetrieb (SWG) über. Die Bodenentwicklungsgesellschaft (BEG) wird geschlossen; ihre Aufgaben übernimmt künftig das städtische Bauamt.
Auch das Parkraummanagement wird als eigenständige Einheit in den SWG eingegliedert. Die Stadthalle bleibt hingegen weiterhin in direkter Trägerschaft der Stadt – hier gibt es keine Änderungen im laufenden Betrieb.
Alle Beschäftigten behalten ihre Arbeitsplätze und Verträge im neuen System. Zudem werden die Wohnbau Göppingen GmbH und die Business-Park Göppingen GmbH enger zusammenarbeiten, um Wohn- und Gewerbeflächen zu entwickeln. Die Stadt rechnet mittelfristig mit jährlichen Einsparungen in Höhe von mehreren hunderttausend Euro.
Die Reformen folgen den Empfehlungen des NewOrg-2024-Projekts, das die städtischen Dienstleistungsstrukturen analysiert hat. Die Umsetzungsphase beginnt mit der Auflösung von SEG und BEG, bevor die vollständige Neuordnung zu Beginn des Jahres 2027 abgeschlossen wird. Langfristiges Ziel ist ein schlankeres und kostengünstigeres kommunales System.






