20 June 2026, 14:13

Gefälschte Impfpässe: Dreieinhalb Jahre Haft für Betrüger aus Kassel

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Gefälschte Impfpässe: Dreieinhalb Jahre Haft für Betrüger aus Kassel

Zwei Männer sind jeweils zu etwa dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil sie gefälschte COVID-19-Impfpässe verkauft haben. Das Duo betrieb seine Machenschaften von einer Kneipe aus, die sich auf einem ehemaligen Militärgelände in Kassel befand. Ihr Betrug umfasste das Ausfüllen Tausender leerer Impfausweise mit gefälschten Einträgen.

Die Angeklagten gestanden, 8.000 leere Impfausweise erworben und in gefälschte Impfnachweise umgewandelt zu haben. Mindestens 6.000 dieser Dokumente verkauften sie für je 50 Euro und erzielten so einen berechneten Gewinn von 285.400 Euro. In ihrer Werkstatt im Keller der Kneipe fanden die Ermittler fast tausend leere gelbe Impfausweise, gefälschte Stempel sowie Chargenaufkleber für COVID-19-Impfstoffe vor.

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Die Männer nutzten codierte gastronomische Begriffe, um über verschiedene Arten gefälschter Impfpässe zu sprechen. Die Polizei entdeckte das Material bei einer Razzia in den Räumlichkeiten. Das Gericht verurteilte sie als Gehilfen, da die eigentliche Fälschung von den Käufern vorgenommen wurde.

Neben dem Betrugsvorwurf wurden die Angeklagten auch der Steuerhinterziehung für schuldig befunden. Sie hatten weder Gewerbe- noch Einkommensteuer auf ihre illegalen Einnahmen abgeführt.

Die Männer müssen nun jeweils rund dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Ihr Betrieb, der in einer Kneipe angesiedelt war, die zugleich als Kantine für Soldaten diente, wurde inzwischen geschlossen. Der Fall zeigt, wie weit einige gingen, um die Impfpass-Systeme während der Pandemie auszunutzen.

Quelle