Gefahrgut-Unfall auf der B312: Zinkoxid tritt aus Lkw aus und löst Großeinsatz aus
H.-Dieter ReuterGefahrgut-Unfall auf der B312: Zinkoxid tritt aus Lkw aus und löst Großeinsatz aus
Ein spanischer Sattelzug mit gefährlichen Gütern wurde am Mittwochmorgen in der Nähe von Biberach zu einer Kontrolle angehalten. Bei dem Fahrzeug, das 23 Tonnen Zinkoxid transportierte, wurde festgestellt, dass eine unbekannte Menge der Ladung auslief. Die Behörden griffen umgehend ein, um die Lage unter Kontrolle zu bringen und weitere Risiken zu verhindern.
Die Polizei stoppte den Lkw um 10:45 Uhr während einer routinemäßigen Gewerbeverkehrskontrolle auf der B312. Der 38-jährige Fahrer, ein usbekischer Staatsbürger, hatte die Ladung nicht vorschriftsmäßig gesichert. Kurz darauf trafen Feuerwehrkräfte aus Biberach sowie eine Werkfeuerwehr ein, um das Ausmaß des Austritts zu begutachten.
Wegen der Gefährlichkeit der ausgetretenen Substanz und der Nähe zu einem Naturschutzgebiet kam eine Entsorgung vor Ort nicht infrage. Stattdessen wurde der Lkw unter Begleitung zur Werkfeuerwehr in Biberach gebracht, wo die Ladung entladen und eine Dekontamination durchgeführt wurde. Die Fracht bestand aus 19 Großgebinden mit Zinkoxid (UN-Nummer 3077) und war von Spanien nach Ungarn unterwegs.
Bis 13:45 Uhr war der Lkw wieder freigegeben und konnte seine Fahrt fortsetzen. Der Fahrer erhielt ein Bußgeld in Höhe von 2.000 Euro wegen unsachgemäßer Ladungssicherung und muss zudem die Kosten für den Einsatz der Rettungskräfte tragen. In den vergangenen zwei Jahren wurden offiziell keine weiteren Vorfälle mit auslaufenden Gefahrguttransporten auf deutschen Autobahnen gemeldet. Die Sanktionen gegen den Fahrer umfassen sowohl das Bußgeld als auch die Erstattung der Löschkosten. Die Behörden bestätigten, dass der Vorfall ohne weitere Umweltauswirkungen behoben werden konnte.






