Gedaschko fordert Reform: Modernisierungskosten sollen einkommensabhängig werden
H.-Dieter ReuterGedaschko fordert Reform: Modernisierungskosten sollen einkommensabhängig werden
Axel Gedaschko, Präsident eines großen Wohnungsbauverbands, fordert eine Reform der Umlage von Modernisierungskosten auf Mieter. Er kritisiert, dass das aktuelle System einkommensschwache Haushalte unangemessen belastet, da alle Mieter – unabhängig von ihrem Einkommen – gleich hohe Beträge zahlen müssen.
Nach den geltenden Regeln dürfen Vermieter die vollen Kosten für Sanierungsarbeiten gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Gedaschko bemängelt, dass diese Praxis finanzielle Unterschiede ignoriert und Haushalte mit knappen Budgets genauso stark belastet wie wohlhabendere Nachbarn.
Sein Vorschlag sieht ein gestaffeltes Modell vor, bei dem Besserverdiener höhere Beiträge leisten. Durch eine einkommensabhängige Berechnung der Umlagen könnte die Reform seiner Meinung nach die Belastung für Haushalte mindern, die bereits mit steigenden Lebenshaltungskosten kämpfen. Gedaschko drängt die Regierungskoalition, das Problem zügig anzugehen.
Der Verbandschef betont, dass das Einkommen bei der Mietkalkulation stärker berücksichtigt werden müsse. Sein Plan zielt darauf ab, Situationen zu vermeiden, in denen Geringverdiener nach Gebäudesanierungen unerschwingliche Nebenkosten tragen müssen. Würde die Reform umgesetzt, würde sich die finanzielle Last stärker auf besser verdienende Mieter verlagern. Vermieter könnten ihre Kosten zwar weiterhin decken, die Zahlungen würden jedoch je nach Leistungsfähigkeit der Bewohner variieren. Gedaschkos Forderung nach schnellem Handeln deutet darauf hin, dass die Debatte bald auf die politische Agenda rücken könnte.






