Fünfzehn Migrantinnen starten pädagogische Qualifizierung gegen Fachkräftemangel in Freiburg
Harry GirschnerFünfzehn Migrantinnen starten pädagogische Qualifizierung gegen Fachkräftemangel in Freiburg
Fünfzehn Migrantinnen haben in Freiburg ein elfmonatiges Qualifizierungsprogramm begonnen, um sich auf eine Karriere im Bildungsbereich vorzubereiten. Die Initiative ist Teil des Projekts "Perspektive Pädagogik" und unterstützt die Frauen dabei, die notwendigen Abschlüsse für Tätigkeiten in Schulen und Kitas zu erwerben. Viele Teilnehmerinnen hoffen, so dem wachsenden Fachkräftemangel in der Pädagogik in ganz Deutschland entgegenzuwirken.
Die Gruppe, die ursprünglich aus Kasachstan, Afghanistan, der Ukraine, Moldau, der Türkei und Syrien stammt, startete ihre Ausbildung Ende 2025. Das Programm umfasst Deutschkurse mit dem Ziel, das Sprachniveau C1 zu erreichen – eine Voraussetzung für die pädagogische Ausbildung oder ein Studium in diesem Bereich. Neben dem Sprachunterricht erhalten die Frauen Coachings, Bewerbungshilfen sowie Fachkurse zu Erziehungsmethoden und frühkindlicher Betreuung.
Praktische Erfahrungen sammeln die Teilnehmerinnen durch Hospitationen und Praktika an Ganztagsgrundschulen und Kindertageseinrichtungen. Diese Einblicke helfen ihnen, die Anforderungen des Berufs kennenzulernen und gleichzeitig berufliche Netzwerke aufzubauen. Ein vorheriger Kurs im Rahmen desselben Projekts verzeichnete 16 Absolventinnen – meist Frauen, die einen beruflichen Neuanfang suchten. Von ihnen fanden fünf eine Anstellung oder einen Ausbildungsplatz, eine begann ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), und eine weitere erhielt eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.
Gefördert wird das Programm vom Land Hessen, der Europäischen Union sowie weiteren Partnern. Der aktuelle Kurs läuft bis Mitte Dezember 2026 und gibt den Teilnehmerinnen Zeit, ihre Fähigkeiten zu entwickeln, bevor sie in den Arbeitsmarkt einsteigen.
Das Programm hat bereits Erfolge vorzuweisen: Viele Absolventinnen früherer Kurse arbeiten inzwischen in Kitas oder absolvieren weitere Qualifizierungen. Für die aktuellen Teilnehmerinnen sind das Erreichen des C1-Niveaus in Deutsch und die praktischen Erfahrungen der Schlüssel zu einer stabilen Karriere im Bildungsbereich. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag, um Zuwanderinnen zu unterstützen, die dringend benötigte Lücken in der deutschen Kinderbetreuung und im Schulwesen zu schließen.






