17 March 2026, 16:26

Europas Magnettrecycling-Revolution: Wie Mercedes und Co. die E-Mobilität nachhaltiger machen

Ein von Hand gezeichnetes Blatt mit detaillierten Skizzen und Text, das verschiedene magnet-elektrische Maschinen und ihre Komponenten beschreibt.

Europas Magnettrecycling-Revolution: Wie Mercedes und Co. die E-Mobilität nachhaltiger machen

Europa baut seine Kapazitäten zum Recycling von Dauermagneten aus Elektromotoren weiter aus – seit 2022 wurden mindestens fünf neue Anlagen entweder fertiggestellt oder sind in Planung. Führende Unternehmen wie Solvay, Umicore und Carester treiben diese Entwicklung voran, während Mercedes-Benz seine eigenen Recyclingbemühungen intensiviert. Gleichzeitig erforscht eine Ingenieurin des Konzerns, wie recycelte Materialien die Emissionen in der Produktion von Elektrofahrzeugen senken könnten.

Jula Lanzer arbeitet seit 2022 als Entwicklungsingenieurin bei Mercedes-Benz. Bevor sie zum Automobilhersteller wechselte, studierte sie Materialographie und neue Werkstoffe an der Hochschule Aalen. Ihre berufliche Laufbahn umfasst Stationen in der Schadensanalyse von Hartmagneten sowie in der Materialentwicklung für Ventiltriebs-Komponenten bei Daimler.

Mercedes hat kürzlich Fortschritte in der Batterietechnologie präsentiert: Mit einer Festkörperbatterie erreichte ein Fahrzeug auf der Strecke von Stuttgart nach Malmö eine Reichweite von 1.205 Kilometern. Zudem hat das Unternehmen eine europäische Recyclingfabrik für Batterien errichtet und kooperiert mit der TSR Group, um Rohstoffe zurückzugewinnen.

Lanzers Forschungsergebnisse zeigen, dass der Einsatz von 50 Prozent recycelten Magneten in Elektromotoren die CO₂-Emissionen um 20 bis 40 Prozent reduzieren könnte. Sie geht außerdem davon aus, dass die bevorstehenden EU-Vorgaben für kritische Rohstoffe – ab 2032 verbindlich – die Nutzung von Sekundärrohstoffen in Dauermagneten weiter fördern werden.

In ganz Europa entstehen derzeit neue Recyclinganlagen. Dazu zählen die belgischen Unternehmen Solvay und Umicore, der französische Hersteller Carester, das niederländische Unternehmen Reuse Neodymium sowie eine geplante Anlage des britisch-kanadischen Konzerns Mkango Resources in Polen – sie alle tragen zum Ausbau der Infrastruktur für Magnettrecycling bei.

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Der Ausbau von Magnettrecycling-Anlagen und strengere EU-Regularien könnten Sekundärrohstoffe bald zum Standard in der Elektromotorenproduktion machen. Lanzers Erkenntnisse deuten auf erhebliche Einsparungen bei den Emissionen hin, während Mercedes' Investitionen in Batterie- und Magnettrecycling einen breiteren Wandel hin zu nachhaltiger Fertigung in der Automobilindustrie signalisieren.

Quelle