Esslinger Bürger überfluten Stuttgart mit Ideen für das Jubiläum 2027 – doch das Budget reicht nicht
H.-Dieter ReuterEsslinger Bürger überfluten Stuttgart mit Ideen für das Jubiläum 2027 – doch das Budget reicht nicht
Esslinger Bürger haben über 120 Projektvorschläge und 70 Entwürfe für ein Maskottchen zu den Jubiläumsfeierlichkeiten 2027 in Stuttgart eingereicht. Innerhalb von nur vier Wochen ging diese große Resonanz ein – ein deutliches Zeichen für das starke bürgerliche Engagement. Doch die beantragten Gesamtmittel übersteigen bei Weitem das verfügbare Budget.
Allein der Wettbewerb für das Maskottchen lockte 72 kreative Einreichungen an. Viele Entwürfe ließen sich von Esslingens Wahrzeichen und Geschichte inspirieren, andere setzten auf verspieltere Ansätze. Die Vielfalt spiegelt die unterschiedlichen Interessen und die kulturelle Identität der Stadt wider.
Die Projektideen decken ein breites Themenspektrum ab – von Sport über Jugendinitiativen bis hin zu Integrationsprojekten. Auch Kultur und Diversität spielten in den Einreichungen eine zentrale Rolle. Doch mit 530.000 Euro, die für Bürgerprojekte in Stuttgart vorgesehen sind, stellt die Summe aller Anträge – rund zwei Millionen Euro – die Planer vor eine Herausforderung. Eine spezielle Jury zur Begutachtung der Vorschläge gibt es nicht. Stattdessen entscheiden Machbarkeit, Budgetrealismus und die Übereinstimmung mit den Förderkriterien darüber, welche Ideen umgesetzt werden. Im Auswahlverfahren wird sich zeigen, welche Projekte schließlich ins Jubiläumsjahr 2027 aufgenommen werden.
Die hohe Zahl der Einreichungen unterstreicht die Vorfreude Esslingens auf das Festjahr. Angesichts der begrenzten Mittel kann jedoch nur ein Bruchteil der Vorschläge realisiert werden. Die endgültige Auswahl hängt davon ab, wie praxisnah die Ideen sind und wie gut sie zu den Zielen der Stadt passen.