Erfurt und Ex-Mitarbeiter Guy Montavon verhandeln über außergerichtlichen Vergleich
Paula GumprichErfurt und Ex-Mitarbeiter Guy Montavon verhandeln über außergerichtlichen Vergleich
In dem langjährigen Rechtsstreit zwischen der Stadt Erfurt und dem ehemaligen Mitarbeiter Guy Montavon wird nun eine mögliche außergerichtliche Einigung diskutiert. Im Mittelpunkt des Konflikts steht seine Kündigung vor über zwei Jahren. Beide Seiten haben kürzlich Vergleichsgespräche geführt. Falls die Vereinbarung zustande kommt, könnte der Fall beendet werden, bevor er im September wieder vor Gericht geht.
Montavon war vor mehr als zwei Jahren von der Stadt fristlos entlassen worden. Anfangs lauteten die Vorwürfe auf Machtmissbrauch und sexuelles Fehlverhalten, doch diese Anschuldigungen wurden nie gerichtlich bewiesen. Später nannten die Verantwortlichen finanzielle Vergehen als Grund für seine Entlassung.
Mitte März fanden Vergleichsverhandlungen statt, bei denen über eine Abfindungssumme verhandelt wurde. Der vorgeschlagene Betrag liegt im mittleren sechsstelligen Bereich und soll vor allem ausstehende Gehaltszahlungen abdecken. Montavon brachte jedoch später eine zusätzliche Forderung ein, was bei Vertretern der Stadt offenbar auf Unverständnis stieß.
Letzten Donnerstag informierte Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU) den Ältestenrat des Stadtrats über den Stand der Vergleichsverhandlungen. Sollten sich beide Seiten einigen, würde Montavon seine Klage auf Wiedereinstellung fallen lassen. Eine endgültige Entscheidung über den Vergleich könnte bereits im Mai fallen – andernfalls wird das Verfahren im September vor dem Erfurter Arbeitsgericht fortgesetzt.
Die Stadt wartet nun auf Montavons Reaktion auf das aktuelle Angebot. Kommt die Einigung zustande, würde damit ein Streit beendet, der seit seiner Entlassung andauert. Scheitern die Verhandlungen, setzt sich der Rechtsstreit im Herbst fort.






