EnBW plant Teilverkauf von TransnetBW für Milliardeninvestitionen in die Energiewende
H.-Dieter ReuterEnBW plant Teilverkauf von TransnetBW für Milliardeninvestitionen in die Energiewende
Der Energieversorger EnBW prüft einen Teilverkauf seiner Netztchter TransnetBW. Das Unternehmen strebt an, einen Minderheitsinvestor zu gewinnen, behält aber die Mehrheitskontrolle. Die Erlöse aus dem Geschäft sollen große Infrastrukturprojekte in ganz Deutschland finanzieren.
EnBW hat Pläne bestätigt, bis zu 49 Prozent von TransnetBW zu veräußern. Der Übertragungsnetzbetreiber spielt eine Schlüsselrolle bei der Energiewende in Deutschland und wird von EnBW als "Rückgrat" für Baden-Württemberg und darüber hinaus bezeichnet. Selbst nach einem Verkauf bliebe das Unternehmen mehrheitlich in der Hand von EnBW.
Zwischen 2021 und 2025 plant EnBW Investitionen in Höhe von rund 12 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte dieser Summe – über 6 Milliarden Euro – fließt in Strom- und Gasnetze. Zu den Projekten zählen der Ausbau der Verteilnetze von Netze BW sowie Offshore-Windparks wie EnBW Hohe See/Albatros und EnBW Baltic 2.
Dieser Schritt folgt der jüngsten Strategie von EnBW, kapitalintensive Großprojekte für externe Partner zu öffnen. Der finanzielle Schub durch eine TransnetBW-Transaktion würde den Ausbau des Übertragungsnetzes beschleunigen und damit den Umstieg Deutschlands auf erneuerbare Energien unterstützen. Ein möglicher Verkauf würde EnBW zusätzliche Mittel für die Expansionspläne verschaffen. Das Netz von TransnetBW bleibt von zentraler Bedeutung für die Energieinfrastruktur des Landes. Jeder neue Investor würde lediglich eine Minderheitsbeteiligung übernehmen, während EnBW die operative Kontrolle behält.






