07 April 2026, 18:28

Elektroautos stabilisieren Stromnetz: Pilotprojekt zeigt überraschende Erfolge

Elektrofahrzeug-Ladestation auf einem Parkplatz mit umgebenender Infrastruktur, Vegetation und einer H"ucke im Hintergrund.

Elektroautos stabilisieren Stromnetz: Pilotprojekt zeigt überraschende Erfolge

Pilotprojekt in Deutschland zeigt: Elektroautos können Stromnetz stabilisieren

Ein kürzlich durchgeführtes Pilotprojekt in Deutschland hat gezeigt, dass Elektrofahrzeuge (E-Fahrzeuge) dazu beitragen können, das Stromnetz zu stabilisieren. Unter dem Namen OctoFlexBW wurde im Rahmen der Initiative erfolgreich die Ladevorgänge von E-Autos so gesteuert, dass sie die Flexibilität des Netzes unterstützen. Die Teilnehmer berichteten von positiven Erfahrungen – viele profitierten von niedrigeren Stromkosten, ohne dabei Veränderungen in ihren gewohnten Laderoutinen zu bemerken.

Das OctoFlexBW-Projekt erprobte, wie E-Fahrzeuge durch intelligentes Lademanagement auf die Anforderungen des Stromnetzes reagieren können. Rund 100 Fahrzeuge nahmen an der Testphase teil, wobei sich die Steuerung der Ladevorgänge als zuverlässig und leistungsstark erwies. Das System lieferte planbar Flexibilität und sicherte so die Netzstabilität, ohne die Nutzer zu beeinträchtigen.

Kernstück des Projekts war die Verknüpfung zweier IT-Plattformen: DA/RE des Übertragungsnetzbetreibers TransnetBW und Kraken des Energieanbieters Octopus Energy. Die Systeme tauschten Daten nahtlos aus – vollautomatisiert und skalierbar nach den Standards von Redispatch 2.0. Die Zusammenarbeit unterstrich zudem die Bedeutung eines regulatorischen Rahmens, der die Kosten für Netzbetreiber bei der Nutzung von Flexibilitätsressourcen anerkennt.

Ein zentrales Merkmal des Projekts war die Einführung von «Redispatch 3.0», einer Weiterentwicklung des bestehenden deutschen Redispatch-Systems. Diese Aktualisierung führt marktgetriebene Flexibilität ein und ermöglicht es Netzbetreibern, Angebot und Nachfrage effizienter auszugleichen. Die E-Auto-Besitzer zeigten sich zufrieden, da viele von sinkenden Stromrechnungen profitierten, ohne spürbare Änderungen in ihren Ladegewohnheiten wahrzunehmen.

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Mit dem Abschluss der Pilotphase steht nun die Verfeinerung zentraler Funktionen wie Basislastbestimmung, Monitoring und Prognose an. Das Projekt soll nun in größerem Maßstab fortgeführt werden und in der nächsten Phase mindestens 1.500 E-Fahrzeuge einbinden.

Das OctoFlexBW-Pilotprojekt hat bewiesen, dass E-Autos eine praktische Rolle für die Netzstabilität spielen können. Durch die automatische Anpassung der Ladezeiten senkte das System die Kosten für die Nutzer und unterstützte gleichzeitig das Energiemanagement. Die nächste Phase wird auf diesen Ergebnissen aufbauen und die Flexibilität in größerem Umfang testen – mit mehr Teilnehmern und optimierten technischen Abläufen.

Quelle