Die Linke wirbt in fünf Sprachen um Wähler:innen mit Migrationshintergrund
Paula GumprichDie Linke wirbt in fünf Sprachen um Wähler:innen mit Migrationshintergrund
Die Linke in Baden-Württemberg geht mit einer neuen Strategie auf Wähler:innen mit Migrationshintergrund zu. Vor der anstehenden Landtagswahl spricht Parteichef Jan van Aken gezielt Gemeinschaften in ihren Herkunftssprachen an. Aktuelle Umfragen sehen die Partei landesweit bei sieben Prozent – und damit deutlich über der Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament.
Im Mittelpunkt der Kampagne stehen kurze Videoclips in sozialen Medien, in denen van Aken Botschaften auf Türkisch, Italienisch, Griechisch, Bosnisch und Arabisch übermittelt. Das erste, auf Italienisch veröffentlichte Video thematisiert bezahlbaren Wohnraum und wirbt für die Linke bei der Wahl am 8. März. Die Initiative zielt darauf ab, Wähler:innen zu erreichen, die sich von der etablierten Politik oft ignoriert fühlen.
Die Umfragewerte deuten darauf hin, dass die Strategie ankommt: Bei Menschen mit Migrationshintergrund liegt die Linke bei zwölf Prozent – und damit höher als die zehn Prozent Unterstützung in der Bevölkerung ohne solche Wurzeln. Van Aken hat eigens grundlegende Begrüßungen und Redewendungen in den jeweiligen Sprachen gelernt, um besser in Kontakt zu treten.
Wie viele Videos noch folgen und ob weitere Sprachen hinzukommen, hat die Partei nicht bestätigt. Zwar gibt es bereits allgemeine Kampagnenclips zu Bildung und Gesundheit, doch Details zu den mehrsprachigen Inhalten bleiben begrenzt.
Der Ansatz der Linken unterstreicht das Bemühen, Vertrauen in vielfältigen Gemeinschaften aufzubauen. Indem die Kampagne die Wähler:innen in ihren Muttersprachen anspricht, will sie Respekt und Zugehörigkeit vermitteln. Mit der Wahl vor der Tür könnten die Umfragewerte darauf hindeuten, dass die Strategie der Partei hilft, ihren Platz im Parlament zu sichern.






