19 June 2026, 14:17

Die Linke streitet über Deckelung der Abgeordneten-Diäten vor Parteitag

Streit um Gehaltsdeckel in der Linkspartei

Die Linke streitet über Deckelung der Abgeordneten-Diäten vor Parteitag

In der Linken in Deutschland wird derzeit über einen Vorschlag diskutiert, die Diäten der Abgeordneten zu deckeln. Die Idee hat interne Kontroversen ausgelöst und könnte den anstehenden Bundesparteitag der Partei in Potsdam überschatten. Die Parteivorsitzenden Ines Schwerdtner und Jan van Aken setzen sich dafür ein, dass die selbst auferlegte Obergrenze für alle Mitglieder verbindlich wird.

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Die Debatte über die Bezüge von Abgeordneten hat in der Partei eine lange Tradition. Bereits in den 1970er-Jahren führte die Italienische Kommunistische Partei strenge Gehaltsgrenzen für ihre Politiker ein. Heute verdienen die meisten Abgeordneten der Linken nach Abzügen bereits weniger als 4.100 Euro monatlich.

Schwerdtner und van Aken argumentieren, dass eine formelle Obergrenze das Bekenntnis der Partei zu Arbeiterklassen-Werten und moralischer Integrität stärken würde. Der erfahrene Politiker Gregor Gysi brachte vor, eine solche Regelung könnte idealistisch gesinnte Kandidaten für den Bundestag gewinnen. Kritiker halten es jedoch für ungewöhnlich, dass ein Gehaltsdeckel hochverdienende Bewerber davon abhalten könnte, für ein Mandat zu kandidieren.

Trotz der hitzigen Diskussion scheint die Kluft zwischen Befürwortern und Gegnern der Deckelung geringer zu sein als zunächst angenommen. Der Vorschlag zielt darauf ab, die bereits bestehenden Beschränkungen bei den Abgeordneten-Einkommen verbindlich festzuschreiben. Er spiegelt die langjährigen Prinzipien der Partei wider und ihren Wunsch, die Verbindung zu den einfachen Arbeitnehmern nicht zu verlieren. Das Ergebnis der Debatte könnte das Image und die Ausrichtung der Linken in den kommenden Monaten prägen.

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