13 June 2026, 00:21

Deutsche Autobosse lehnen schärfere EU-Klimaziele für 2030 ab

Automobilhersteller warnen: EU-Vorschriften gefährden Wettbewerbsfähigkeit

Deutsche Autobosse lehnen schärfere EU-Klimaziele für 2030 ab

Die Vorstände der führenden deutschen Automobilhersteller haben sich gegen die verschärften Klimaziele der EU für 2030 ausgesprochen. Sie warnen, dass die neuen Vorgaben für den Verkauf von Elektrofahrzeugen und die Flottenemissionen der Branche schaden könnten. Die Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die EU die CO₂-Grenzwerte für Autohersteller weiter verschärft.

Sowohl Oliver Blume von Volkswagen als auch Ola Källenius von Mercedes kritisierten die Pläne der EU für strengere Reduzierungen der Flottenemissionen ab 2030. Blume forderte längere Übergangszeiten und Sonderregelungen für kleinere Elektromodelle. Zudem betonte er, dass nicht politische Vorgaben, sondern die Kundennachfrage den Absatz bestimmen sollte.

Källenius warnte, dass strengere Auflagen Deutschland in der globalen Wirtschaftsrangliste zurückwerfen könnten. Er ergänzte, dass schärfere Grenzwerte hohe Strafzahlungen auslösen und die europäische Automobilindustrie untergraben könnten. Beide Manager waren sich einig, dass die Hersteller die Kosten senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern müssten, um die Produktion in Deutschland zu halten.

Milan Nedeljković von BMW bezeichnete die EU-Vorgaben als riskant. Er wies darauf hin, dass der Umstieg auf Elektrofahrzeuge mit den tatsächlichen Wünschen der Käufer im Einklang stehen müsse. Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, räumte ein, dass die Branche vor großen Herausforderungen stehe, um diese neuen Anforderungen zu erfüllen.

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Die Spitzen der Automobilindustrie haben ihre Position deutlich gemacht: Sie halten die aktuellen EU-Pläne für gefährlich, da sie die Branche schwächen könnten, wenn sie nicht angepasst werden. Ihre Warnungen zeigen das Spannungsfeld zwischen Klimazielen und wirtschaftlichen Realitäten für die deutschen Autohersteller auf.

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