15 May 2026, 20:21

Daimler ruft 200.000 Autos wegen gefährlicher Takata-Airbags zurück

Ein Sicherheitsairbag ist im Bild zu sehen.

Daimler ruft 200.000 Autos wegen gefährlicher Takata-Airbags zurück

Daimler erweitert die Rückrufaktion für Fahrzeuge in den USA und Kanada aufgrund defekter Takata-Airbags. Betroffen sind rund 200.000 Autos, die mit potenziell gefährlichen Frontbeifahrer-Airbag-Gasgeneratoren ausgestattet sind. Das Problem geht auf einen seit Langem bekannten Defekt zurück, der weltweit bereits zu mehreren Todesfällen und Verletzungen geführt hat.

Im Mittelpunkt steht der Gasgenerator der Takata-Airbags, der bei Auslösung mit zu großer Wucht explodieren kann. Dabei werden Metallteile in den Fahrzeuginnenraum geschleudert. Mindestens elf Todesfälle und Dutzende Verletzungen wurden weltweit mit diesem Defekt in Verbindung gebracht.

Takata führt die Fehlfunktionen auf jahrelange Einwirkung von hoher Hitze und Luftfeuchtigkeit zurück. Diese Bedingungen schwächen die Gasgeneratoren mit der Zeit und erhöhen das Risiko eines Versagens. In den meisten Teilen Europas gab es ähnliche Probleme nicht, da das Klima dort selten die extremen Hitze- und Feuchtigkeitswerte erreicht, wie sie in einigen Regionen der USA vorkommen.

Die Ausweitung der Rückrufaktion erfolgt auf Anordnung der US-amerikanischen Verkehrsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA). Die Behörde hatte die Rückrufaktion auf bis zu 40 Millionen zusätzliche Takata-Airbags ausgeweitet – der größte Rückruf in der Geschichte der US-Automobilbranche. Bereits 2015 hatte Daimler 840.000 Fahrzeuge wegen defekter Fahrer-Airbags zurückgerufen, was das Unternehmen damals 340 Millionen Euro kostete.

Nun hat der Hersteller erneut einen Betrag im „mittleren dreistelligen Millionenbereich“ für die aktuellen Rückrufkosten zurückgestellt. Unterdessen kämpft Takata weiterhin mit finanziellen Schwierigkeiten, da die Nachfrage nach Ersatzteilen das Angebot übersteigt.

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Die erweiterte Rückrufaktion betrifft 200.000 Daimler-Fahrzeuge in Nordamerika, wobei in Europa bisher keine entsprechenden Fehlfunktionen gemeldet wurden. Das Unternehmen hat Hunderte Millionen Euro bereitgestellt, um das Problem zu lösen, während Takata unter Druck steht, ausreichend Ersatzteile zu liefern. Behörden und Automobilhersteller arbeiten weiterhin daran, das langjährige Sicherheitsrisiko zu beheben.

Quelle