Daimler beschleunigt autonomes Fahren – und ein chinesischer Milliardär will einsteigen
Paula GumprichDaimler beschleunigt autonomes Fahren – und ein chinesischer Milliardär will einsteigen
Daimler treibt seine Pläne voran, die Führung im Bereich des autonomen Fahrens zu übernehmen. Das Unternehmen will in Kürze hochautomatisierte Fahrzeuge der Stufe 3 auf den Markt bringen, gefolgt von vollautonomen Modellen der Stufen 4 und 5. Gleichzeitig hat eine mögliche Milliardeinvestition des chinesischen Milliardärs Li Shufu eine Debatte über die zukünftige Eigentümerstruktur des Konzerns ausgelöst.
Daimler-Chef Dieter Zetsche traf sich kürzlich mit Li Shufu, um über eine mögliche Investition in Milliardenhöhe über dessen Unternehmen Geely zu verhandeln. Sollte das Geschäft zustande kommen, könnte Geely zum größten Einzelaktionär aufsteigen und damit den kuwaitischen Staatsfonds überflügeln, der derzeit 6,8 Prozent der Anteile hält. Nach deutschen Vorschriften müsste eine Beteiligung ab 3 oder 5 Prozent öffentlich offengelegt werden.
Geely hatte erstmals im November 2021 ein Investment bei Daimler vorgeschlagen, war damals jedoch abgelehnt worden. Das erneute Interesse gilt als strategischer Schachzug gegen Tech-Giganten wie Apple, Google und Amazon, die ebenfalls im Bereich autonomer Fahrtechnologien vorpreschen.
Parallel dazu zielt Daimlers Partnerschaft mit Bosch darauf ab, das Unternehmen an die Spitze der Robo-Taxi-Entwicklung zu bringen. Der Konkurrent Waymo plant, seine ersten fahrerlosen Taxis bereits im frühen Frühjahr einzuführen – ein zusätzlicher Druck für Daimlers eigenen Zeitplan.
Daimlers Vorhaben im Bereich autonomes Fahren schreiten voran, während sich gleichzeitig die Eigentümerstruktur des Konzerns ändern könnte. Eine große Investition von Geely könnte die Aktionärslandschaft neu gestalten. Der Wettbewerb um die Entwicklung von Robo-Taxis bleibt hart umkämpft, da immer mehr Akteure in den Markt drängen.






