18 June 2026, 22:14

CDU und AfD: Eine Schulterberührung löst politische Debatte aus

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CDU und AfD: Eine Schulterberührung löst politische Debatte aus

Der politische „Quarantäne-Kurs“ gegen die AfD in Deutschland zeigt erste Risse

Aktuelle Annäherungen zwischen CDU- und AfD-Politikern sorgen bei anderen Parteien für Diskussionen. Die AfD liegt derzeit mit 29 Prozent in bundesweiten Umfragen vorn – neun Punkte vor der CDU.

Bei einer Podiumsdiskussion legte der CDU-Landesfraktionschef Guido Heuer dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund kurz die Hand auf die Schulter. Ein Mikrofonproblem hatte beide Männer näher zueinander gebracht. Die Geste löste Kritik bei Konkurrenzparteien aus, die darin einen symbolischen Bruch der politischen Ächtung der AfD sahen.

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Eva von Angern, Fraktionschefin der Linken im Landtag, hatte zuvor vor jeder körperlichen Nähe zu AfD-Vertretern gewarnt. Auch die Grünen zeigten sich besorgt über die wachsende Annäherung zwischen CDU und AfD. Unterdessen kritisierte ZDF-Moderator Markus Lanz die gezielte Ausgrenzung von AfD-Mitgliedern durch andere Politiker.

Die wachsende Bedeutung der AfD zeigt sich besonders vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September. Umfragen deuten an, dass die Partei eine absolute Mehrheit erreichen könnte – was die bisherige politische Isolation weiter infrage stellen würde.

Der Vorfall unterstreicht, wie brüchig die Wirksamkeit des „Quarantäne-Kurses“ gegen die AfD geworden ist. Mit der Partei an der Spitze der Umfragen und Gewinnen in wichtigen Wahlen erscheint ihre politische Ausgrenzung zunehmend schwer haltbar. Kritiker argumentieren, dass die traditionelle Distanz der anderen Parteien zunehmend unter Druck gerät.

Quelle