09 June 2026, 10:18

CDU-Politikerin warnt vor "Bürokratie-Flutwelle" durch EU-Lohntransparenz

Chefin der Mittelstandsunion Connemann: EU-Verordnung zur Gehaltstransparenz bringt 'absurde Bürokratie' für Unternehmen

CDU-Politikerin warnt vor "Bürokratie-Flutwelle" durch EU-Lohntransparenz

CDU-Politikerin Gitta Connemann hat die EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz als überzogene Regulierung kritisiert. Sie warnte, die neuen Vorschriften würden Unternehmen unter Bergen von Papierkram begraben, ohne echte Probleme zu lösen. Deutschland verfüge bereits über Gesetze, die gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit garantierten – die Richtlinie sei daher aus ihrer Sicht überflüssig.

Nach dem Entwurf müssten Unternehmen mit 100 oder mehr Beschäftigten regelmäßig Gehaltsberichte vorlegen. Auch kleinere Betriebe wären betroffen, etwa durch die Pflicht, individuelle Anfragen zu Gehaltsvergleichen zu beantworten. Connemann argumentierte, selbst ein Bäcker mit acht Mitarbeitern würde unter dem „enormen bürokratischen Aufwand“ ächzen, der damit verbunden sei.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Sie bezeichnete die Richtlinie als „Musterbeispiel europäischer Überregulierung“ und stellte ihren praktischen Nutzen infrage. Die Regeln würden „keinen inhaltlichen Mehrwert“ bringen und die tatsächlichen Lohnunterschiede nicht bekämpfen. Stattdessen verwies sie auf den Draghi-Bericht zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit und forderte die Politik auf, sich auf Wachstum und Wertschöpfung zu konzentrieren – statt auf Bürokratie.

Connemann warnte vor einer „Bürokratie-Flutwelle“, falls die Richtlinie wie geplant umgesetzt werde. Solche Überregulierung bremse Europa aus und lenke Ressourcen von dringenderen wirtschaftlichen Herausforderungen ab.

Ziel der Richtlinie ist es, EU-weit für mehr Lohntransparenz zu sorgen. Kritiker wie Connemann halten sie jedoch für eine unnötige Belastung. Unternehmen in Deutschland – unabhängig von ihrer Größe – müssten sich auf neue Melde- und Vergleichspflichten einstellen. Die Debatte zeigt das Spannungsfeld zwischen regulatorischen Ambitionen und der Sorge vor bürokratischer Überlastung.

Quelle