17 June 2026, 17:36

CDU-Chef Heuer wehrt sich gegen Vorwürfe nach AfD-Treffen in Sachsen-Anhalt

CDU-Fraktionschef Heuer bestreitet AfD-Nähe-Vorwurf

CDU-Chef Heuer wehrt sich gegen Vorwürfe nach AfD-Treffen in Sachsen-Anhalt

Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag von Sachsen-Anhalt, hat Vorwürfe einer Absprache mit Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, zurückgewiesen. Die Anschuldigungen entstanden nach der Veröffentlichung eines Fotos und eines Videos von einer Wahlveranstaltung, die Heuer zufolge einen falschen Eindruck ihrer Begegnung vermitteln.

Heuer bezeichnete die Situation als „Dilemma“ und verwies darauf, dass die AfD zwar eine rechtsextreme Partei sei, aber auch demokratisch in den Landtag gewählt wurde. Er betonte, die CDU müsse mit der AfD in sachpolitischen Fragen im Rahmen der parlamentarischen Regeln zusammenarbeiten.

Heuer erklärte, die Unterstützung für CDU-Positionen dürfe nicht nach ihrer Herkunft bewertet werden. Entscheidend sei allein, ob die inhaltliche Position richtig sei. Gleichzeitig lud er alle Fraktionen ein, die Vorschläge der CDU zu unterstützen, sobald diese im Landtag eingebracht würden.

Der CDU-Politiker kritisierte die öffentliche Aufmerksamkeit für den Vorfall. Diese lenke von zentralen Themen wie Bürokratieabbau und Fachkräftemangel ab, so Heuer. Zwar räumte er ein, dass die Situation missverstanden werden könne, lehnte es jedoch ab, sich durch Unterstellungen einer Nähe zu Siegmund einschränken zu lassen.

Heuer betont, die CDU werde die AfD weiterhin inhaltlich herausfordern. Die Debatte über seine Begegnung mit Siegmund dürfte anhalten, doch er besteht darauf, dass der Fokus auf der sachpolitischen Arbeit bleiben müsse. Die Partei strebt an, ihre Agenda im Landtag mit Unterstützung aller bereitwilligen Fraktionen voranzubringen.

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