21 February 2026, 04:42

CDU-Bitte um Apotheken-Spenden löst vor der Wahl Empörung aus

Ein Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "$160 Milliarden die Einsparungen, die Steuerzahler durch niedrigere Verschreibungspreise durch Medicare haben werden."

CDU-Bitte um Apotheken-Spenden löst vor der Wahl Empörung aus

CDU in Baden-Württemberg löst mit Spendenbitten an Apotheken Empörung aus

Die Christlich Demokratische Union (CDU) in Baden-Württemberg hat für Aufsehen gesorgt, indem sie Apotheken im gesamten Bundesland um Spenden gebeten hat. Kurz vor den für Anfang März anstehenden vorgezogenen Landtagswahlen verschickte der Spitzenkandidat der Partei, Manuel Hagel, ein Schreiben – inklusive vorgefertigtem Überweisungsträger und QR-Code für schnelle Zahlungen. Apotheker reagieren verärgert und verweisen auf die bisherige Untätigkeit der CDU bei der Anpassung ihrer Abrechnungsgebühren als Hauptgrund für ihre Wut.

Die Spendenaktion der CDU fällt in eine Phase, in der sich Baden-Württemberg auf die Landtagswahl Anfang März vorbereitet. Hagel, der Spitzenkandidat der Partei, wandte sich persönlich an die Apotheken und erläuterte, wofür die Spenden verwendet werden sollen. Laut dem Schreiben würden 500 Euro für zusätzliche Flyer fließen, 1.000 Euro eine Social-Media-Kampagne unterstützen und 5.000 Euro für Hausbesuche im Wahlkampf eingesetzt werden.

Apotheker kritisieren die Bitte um Spenden scharf und verweisen darauf, dass die CDU in den vergangenen Jahren keine Initiativen zur Erhöhung der Abrechnungsgebühren vorangetrieben habe. Zwar verspricht das Wahlprogramm der Partei für 2026 bessere bundesweite Rahmenbedingungen für Apotheken, doch viele empfinden den Zeitpunkt der Spendenbitte als taktlos. Die ausbleibenden Gebührenanpassungen haben bei den Berufsträgern Zweifel an der Glaubwürdigkeit der CDU in ihrer Branche geweckt.

Das Spendenformular selbst erleichtert die Überweisung durch einen vorausgefüllten Zahlschein und einen QR-Code für Sofortzahlungen. Doch gerade diese unkomplizierte Lösung hat die Verärgerung unter Apothekern noch verstärkt, die sich statt Spendenaufrufen politische Lösungen erhofft hatten.

Mit ihrer Wahlkampfstrategie hat sich die CDU den Unmut einer wichtigen Berufsgruppe zugezogen, die die Spendenbitte als realitätsfremd angesichts ihrer eigenen finanziellen Herausforderungen wahrnimmt. Angesichts der nahenden Wahl steht das Versprechen der Partei auf künftige Unterstützung nun auf dem Prüfstand. Wie sich dieser Konflikt entwickelt, könnte die Stimmung der Wähler bei der anstehenden Landtagswahl beeinflussen.

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