26 February 2026, 15:17

Cannstatter Volksfest: Wie Anwohner gegen Lärm, Müll und fehlende Toiletten kämpfen

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer öffentlichen Toilette mit mehreren Waschbecken, Wasserhähnen, Deckenleuchten und Fenstern auf der rechten Seite.

Cannstatter Volksfest: Wie Anwohner gegen Lärm, Müll und fehlende Toiletten kämpfen

Das Cannstatter Volksfest bringt Jahr für Jahr Menschenmassen und Chaos in Stuttgarts Stadtteil Bad Cannstatt. Während Besucher das Treiben genießen, haben Anwohner mit anhaltenden Belästigungen zu kämpfen – von Lärm und Müll bis hin zum Mangel an öffentlichen Toiletten. Die lokale Aktivistin Regine Herdecker setzt sich seit Langem dafür ein, die Belastung für ihr Viertel zu verringern.

Regine Herdecker, Mitglied der BürgerInitiative am Veielbrunnen, hat sich für kleine, aber praktische Lösungen eingesetzt. So stehen vor einem Wohnblock in der Kegelenstraße nun zwei Container-Toiletten, und automatische LED-Scheinwerfer sollen verhindern, dass Festbesucher in Hauseingängen ihr Geschäft verrichten. Herdecker ist überzeugt, dass weitere Toiletten nötig sind – besonders in der Daimlerstraße, wo während des Volksfests der größte Andrang herrscht.

Die Anwohner haben zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um ihr Eigentum zu schützen. Viele Häuser sind während der Konzerte und des Festes mit Zäunen abgesichert, um betrunkene Besucher fernzuhalten. An Wochenenden werden Straßen gesperrt und Ordner eingesetzt, um zu verhindern, dass Wasen-Besucher in der Gegend parken.

Doch die Probleme enden nicht mit dem Besucherandrang. Pfandsammler in der Nähe des Cannstatter Bahnhofs entleeren oft Dosen und Flaschen auf die Straße oder in Vorgärten und hinterlassen dabei eine Spur aus Müll. Trotz aller Herausforderungen besucht Herdecker das Wasen selbst gern – auch wenn sie einräumt, dass die Festtage für die Anwohner eine schwierige Zeit bleiben.

Öffentliche Toiletten und Sicherheitsvorkehrungen haben zwar geholfen, doch die Bewältigung der Folgen des Volksfests bleibt für die Bewohner eine Daueraufgabe. Die Bemühungen des Stadtteils zeigen, wie sich Gemeinschaften anpassen, wenn Großveranstaltungen den Alltag auf den Kopf stellen. Bisher sind die Lösungen jedoch nur Stückwerk – ein umfassender Plan, der alle Probleme auf einmal angeht, fehlt noch.

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