15 April 2026, 22:17

Brandenburg plant 24/7-Mini-Supermärkte ohne Personal für ländliche Regionen

Ein belebter Markt im alten Stadtzentrum von Heidelberg mit Menschen, die gehen, auf Bänken sitzen und in der Nähe von Zelten stehen, mit Gemüsekörben auf Tischen, Gebäuden mit Fenstern, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Brandenburg plant 24/7-Mini-Supermärkte ohne Personal für ländliche Regionen

Die brandenburgische Koalitionsregierung unterstützt Pläne zur Zulassung von personalfreien, vollautomatisierten Läden im gesamten Bundesland. Mit dem Vorstoß soll die lokale Versorgung verbessert werden – insbesondere in ländlichen Regionen, wo klassische Supermärkte zunehmend verschwinden. Sozialminister René Wilke (SPD) betonte, dass der Entwurf dazu beitrage, gleichwertige Lebensverhältnisse zu fördern.

Nach geltendem Recht dürfen Geschäfte in Brandenburg von Montag bis Samstag rund um die Uhr öffnen, zusätzlich an sechs Sonn- oder Feiertagen pro Jahr. Die geplanten Änderungen würden diese Regelungen auf Mini-Supermärkte ausweiten, sodass auch diese ohne Personal durchgehend betrieben werden könnten.

Andere Bundesländer haben bereits ähnliche Vorschriften für automatisierte Läden eingeführt. Brandenburgs Entwurf muss jedoch noch vom Landtag verabschiedet werden, bevor er in Kraft tritt. Wilke unterstrich, dass die Neuerungen Versorgungslücken in unterversorgten Gemeinden schließen sollen.

Falls das Gesetz verabschiedet wird, könnten vollautomatisierte Mini-Supermärkte künftig 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche geöffnet haben. Die Reform zielt darauf ab, die Versorgung in ländlichen Gebieten zu erleichtern und einen fairen Zugang zu Grundgütern zu gewährleisten. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim brandenburgischen Landtag.

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