23 June 2026, 18:22

Berlin zögert: Soll die Stadt erneut für Olympia kandidieren?

Und nun zu den Sportnachrichten... Berlin und die Olympischen Spiele

Berlin zögert: Soll die Stadt erneut für Olympia kandidieren?

Berlin erwägt erneut eine Olympiabewerbung – doch die Stadt bleibt gespalten

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Zwei Drittel der Berlinerinnen und Berliner unterstützen die Idee, doch Sorgen um Verkehr, Infrastruktur und Finanzierung bestehen fort. Die Debatte hat die Diskussionen über die olympische Geschichte der Stadt und vergangene Misserfolge neu entfacht.

Berlins Verhältnis zu den Olympischen Spielen ist kompliziert. Die Stadt sollte eigentlich die Spiele 1916 ausrichten, doch der Erste Weltkrieg machte die Pläne zunichte. Ein Stadion, das Deutsche Stadion, war bereits für das Ereignis erbaut worden.

1936 nutzte das NS-Regime die Olympischen Spiele in Berlin für Propagandazwecke. Dennoch feierten die lokalen Zuschauer auch Athleten, die das Regime ablehnte – etwa Jesse Owens oder Sohn Kee-chung.

Frühere Bewerbungen für die Spiele 2000 und 2004 scheiterten an organisatorischen Problemen und öffentlichen Protesten. Heute setzt sich die NOlympia-Bewegung weiterhin gegen künftige Bewerbungen ein und verweist auf ungelöste Herausforderungen.

Hinter der pro-olympischen Initiative stehen unter anderem Moritz van Dülmen, Leiter der Kulturprojekte Berlin, und Kaweh Niroomand, ehemaliger Manager der Berlin Volleys. Beide treiben die Stadt an, eine neue Chance zu ergreifen.

Die Debatte über eine Austragung der Olympischen Spiele in Berlin ist noch lange nicht entschieden. Umfragen zeigen eine starke öffentliche Unterstützung, doch praktische und finanzielle Hürden bleiben bestehen. Die Geschichte der Stadt mit den Spielen – als Gastgeberin wie als Bewerberin – verleiht der aktuellen Diskussion zusätzliches Gewicht.

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