07 June 2026, 08:19

Berlin und Brandenburg streben gemeinsame Expo-Bewerbung für 2035 an

Berlin und Brandenburg starten gemeinsame Expo-Prüfung

Berlin und Brandenburg streben gemeinsame Expo-Bewerbung für 2035 an

Berlin und Brandenburg prüfen eine gemeinsame Bewerbung um die Ausrichtung der Weltausstellung 2035. Die Initiative gewinnt an Fahrt, da politische Spitzenvertreter beider Länder eine abgestimmte Vorgehensweise vorantreiben. Bei Erfolg könnte das Großereignis der Region erhebliche wirtschaftliche Impulse und infrastrukturelle Vorteile bringen.

Als Hauptstandort wird ein Gelände in der Nähe des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) in Betracht gezogen, das größtenteils auf brandenburgischem Territorium liegt. Dieser Ort würde im Falle einer erfolgreichen Bewerbung als zentraler Veranstaltungsort der Expo dienen.

Die Gespräche laufen bereits seit einiger Zeit, wobei alle Beteiligten übereinstimmen, dass nur eine gemeinsame Kandidatur beider Länder realistische Chancen hätte. Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) betont die möglichen Vorteile – darunter nachhaltigen Infrastrukturausbau, wirtschaftliche Belebung, gesteigerte internationale Sichtbarkeit und eine stärkere soziale Kohäsion im Ballungsraum.

Druck zur zügigen Umsetzung kommt vor allem von der Berliner SPD, die CDU und Wegner zu konkreten Schritten aufforderte. Ein außerplanmäßiges Koalitionsausschusstreffen wurde einberufen, um den Prozess zu beschleunigen. Steffen Krach, Fraktionsvorsitzender der Berliner SPD, erklärte, Wegner zeige nun Handlungsbereitschaft, während Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) die Vorbereitungen für die Bewerbung ernsthaft vorantreibe.

Wegner unterstrich, dass eine Entscheidung nur auf Basis gründlicher Prüfungen fallen dürfe – in konzeptioneller, finanzieller, infrastruktureller und organisatorischer Hinsicht. Bis spätestens Oktober soll ein gemeinsames Entscheidungsgremium beider Länder etabliert werden.

Der Erfolg der Bewerbung hängt von einer engen Zusammenarbeit zwischen Berlin und Brandenburg ab. Bei einer Zusage könnte die Expo die Infrastruktur der Region und ihre globale Position neu prägen. Ein ausgearbeiteter Plan mit finanziellen und logistischen Details soll in den kommenden Monaten vorgelegt werden.

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