11 April 2026, 06:19

BAföG-Reform festgefahren: Studierende kämpfen mit explodierenden Mieten und gekürzten Hilfen

Plakat mit der Aufschrift "Knapp 5,5 Millionen Menschen sind in der Sparpläne enrolled," betont die erschwinglichkeit der zugänglichsten student loan repayment option.

BAföG-Reform festgefahren: Studierende kämpfen mit explodierenden Mieten und gekürzten Hilfen

Die neuesten Haushaltspläne der Bundesregierung haben eine Kontroverse über die Förderungsschwerpunkte für junge Menschen ausgelöst. Während die finanziellen Mittel für Studierende und Auszubildende um 250 Millionen Euro gekürzt werden, erhalten die Raumfahrt und die Spieleindustrie mehr Unterstützung. Kritiker werfen der Regierung vor, mit den Plänen weder die sich verschärfende Fachkräftemangelsituation noch die explodierenden Lebenshaltungskosten für Lernende in ganz Deutschland anzugehen.

Ein im Bundestag eingereichter Antrag (Drucksache 21/2234) skizziert Reformen für das BAföG, das staatliche System der Ausbildungsförderung. Vorgeschlagen werden regionale Anpassungen der Wohnkostenpauschalen, eine automatische Inflationsanpassung sowie eine Existenzsicherung auf Bürgergeld-Niveau. Doch zwischen CDU/CSU und SPD herrscht weiterhin Uneinigkeit über die Finanzierung, sodass Fortschritte auf sich warten lassen.

In Universitätsstädten steigen die Mieten weiter an und drängen junge Menschen ohne vermögende Familien aus begehrten Wohnlagen. Der aktuelle Plan, die Wohnkostenzuschüsse lediglich um 60 Euro zu erhöhen, wird angesichts der heutigen Marktlage als realitätsfremd abgetan. Ayşe Asar, Sprecherin für Forschungs-, Technologie- und Raumfahrtpolitik, kritisierte den Regierungsansatz scharf und warnte, dass die Inflation die Kaufkraft der Studierenden rasant aushöhle.

Derweil setzt der Haushalt 2026 auf Steuererleichterungen für Unternehmen und Industrieförderung – auf Kosten der Bildung. Die Mittelvergabe von Ministerin Bär steht in der Kritik, da sie die Zukunftsfähigkeit junger Talente untergrabe, ohne die Lebenshaltungskosten zu stabilisieren. Ohne dringende Reformen fordern Aktivisten, dass das BAföG zumindest die Mieten abdecken muss, damit Studierende ohne ständige finanzielle Sorgen lernen können.

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Die Blockade bei der BAföG-Reform lässt Studierende mit steigenden Mieten und schrumpfender Unterstützung zurück. Selbst wenn die vorgeschlagenen Änderungen verabschiedet werden, reichen sie nicht aus, um die grundlegende Bezahlbarkeitskrise in Universitätsstädten zu lösen. Das Ergebnis wird entscheiden, ob junge Menschen Bildung unabhängig vom Elternhaus oder Nebenjobs finanzieren können.

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