31 May 2026, 18:18

Atomfonds-Chefin fordert radikale Rentenreform nach schwedischem Vorbild

Kenfo CEO plädiert für Aktienrente

Atomfonds-Chefin fordert radikale Rentenreform nach schwedischem Vorbild

Anja Mikus, Chefin des deutschen staatlichen Atomfonds Kenfo, fordert eine Neuausrichtung der Rentenreform. Sie plädiert für stärkere Investitionen in Aktien, um die langfristige finanzielle Stabilität der Bevölkerung zu sichern. Ihr Vorschlag orientiert sich am erfolgreichen schwedischen Staatsfondsmodell.

Mikus leitet Kenfo seit 2017 und verwaltet dort einen Fonds in Höhe von 26,5 Milliarden Euro. Die Hauptaufgabe der Organisation besteht darin, die Finanzierung der Lagerung radioaktiver Abfälle aus den stillgelegten deutschen Atomkraftwerken bis zum Jahr 2100 zu gewährleisten.

Ihrer Ansicht nach würde eine stärkere Ausrichtung auf die Kapitalmärkte der breiten Bevölkerung zugutekommen. Ihr Plan sieht ein verpflichtendes aktienbasiertes Rentensystem vor, das alle Versicherten umfasst – selbst diejenigen mit geringen Beiträgen. Mikus zufolge steigt die öffentliche Akzeptanz für ein solches System, sobald dessen Vorteile sichtbar werden.

Als zentrales Vorbild dient ihr der schwedische Staatsfonds AP7. Sie ist überzeugt, dass Deutschland einen ähnlichen Ansatz verfolgen könnte, um die Nachhaltigkeit der Renten zu verbessern.

Mikus’ Reformvorschlag zielt darauf ab, die Altersvorsorge enger an die Entwicklung der Aktienmärkte zu knüpfen. Sollte das System eingeführt werden, wären alle Arbeitnehmer unabhängig von der Höhe ihrer Beiträge eingeschlossen. Der Erfolg des schwedischen Modells deutet auf das Potenzial eines ähnlichen Weges für Deutschland hin.

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