05 June 2026, 12:59

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Toxische Arbeitskultur unter Dr. Silvia Stolz?

Anonymes Schreiben im Fürther Stadttheater: Unterstützung für Intendantin Stolz von innen

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Toxische Arbeitskultur unter Dr. Silvia Stolz?

Ein anonymer Brief hat am Stadttheater Fürth für Unruhe gesorgt und Zweifel an der Führung der künstlerischen Leiterin Dr. Silvia Stolz geweckt. Das nicht unterzeichnete Schreiben behauptet, die Meinung von 25 festangestellten Mitarbeitenden widerzuspiegeln, nennt jedoch keine Namen. Darin wird Stolz vorgeworfen, ein toxisches Arbeitsklima zu fördern, das von Angst und psychischer Belastung geprägt sei.

Dr. Silvia Stolz übernahm die Leitung des Theaters im November 2023. Seither verzeichnet die Institution beachtliche Erfolge: Über 100.000 Besucher:innen und 95.000 verkaufte Tickets in der Spielzeit 2024/2025 sprechen für sich. Auch das Jugendtheaterprogramm konnte deutlich ausgebaut werden.

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Doch der anonyme Brief zeichnet ein ganz anderes Bild. Er beschreibt eine von Misstrauen und emotionalem Stress geprägte Arbeitskultur unter Stolz’ Führung. Trotz der schweren Vorwürfe hat sich bisher keine:r der Mitarbeitenden öffentlich zu den Anschuldigungen bekannt.

Der Dramaturg Udo Eidinger stellt die Glaubwürdigkeit des Schreibens infrage. Anonyme Beschwerden seien in Theaterkreisen längst zur Gewohnheit geworden, argumentiert er. Das Dokument spiegle keinesfalls die Haltung der gesamten Belegschaft wider. Gleichzeitig lobt Eidinger Stolz dafür, die Verbindung des Theaters zur Stadt vertieft, die Zugänglichkeit verbessert und einen offenen Dialog gefördert zu haben.

Auch der Theaterkuratoriums-Vorsitzende Maurice Schönleben (SPD) stellt sich hinter Stolz. Die Entwicklung des Hauses seit 2023 nennt er „beachtlich“ und betont, sie sei die richtige Person, um den laufenden Wandel weiter zu begleiten. Unterdessen laufen die Vorbereitungen für eine anstehende Premiere weiter – viele Kolleg:innen bleiben trotz der Kontroverse auf ihre Arbeit konzentriert.

Der Streit kommt zu einer Zeit künstlerischer und finanzieller Erfolge des Theaters. Während der anonyme Brief ernste Vorwürfe erhebt, verteidigen Schlüsselpersonen wie Eidinger und Schönleben Stolz’ Führung. Der Spielbetrieb – inklusive Proben und Aufführungen – läuft indes wie geplant weiter.

Quelle