23 May 2026, 18:16

AfD erreicht Rekordwerte: Warum Ostdeutschland die Rechtspopulisten wählt

Mit der AfD umgehen

AfD erreicht Rekordwerte: Warum Ostdeutschland die Rechtspopulisten wählt

Deutschland steht vor einem deutlichen Anstieg der Unterstützung für die rechtspopulistische AfD, insbesondere in den östlichen Bundesländern wie Sachsen-Anhalt, wo die Partei mittlerweile auf über 40 Prozent kommt. Der Wandel vollzieht sich vor dem Hintergrund zunehmender wirtschaftlicher Belastungen: Steigende Preise für Sprit, Lebensmittel und Reisen setzen die Haushalte stärker unter Druck als während der Coronakrise.

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Die wirtschaftliche Abwärtsspirale trifft die Bevölkerung härter als die Pandemie und untergräbt langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und den Lebensstandard. Die Preise für Benzin, Heizöl und Erdgas sind aufgrund der Spannungen mit dem Iran in die Höhe geschnellt. Auch Grundnahrungsmittel, Restaurantbesuche und Reisen werden teurer – und schüren so die Unzufriedenheit der Wähler.

Viele Deutsche fürchten nun den sozialen Abstieg und wenden sich in dieser Lage der AfD zu, während die Debatten über die Verteilung knapper Ressourcen an Schärfe gewinnen. Konservative Kommentatoren drängen die Union aus CDU und CSU dazu, ein Bündnis mit der Rechtspopulisten in Erwägung zu ziehen – mit dem Argument, Widerstand sei zwecklos. Selbst eine verschärfte Migrationspolitik der Unionsparteien konnte den Aufwind der AfD nicht bremsen.

Innerhalb der CDU positionieren sich Politiker wie Markus Söder und Jens Spahn bereits als mögliche Nachfolger von Friedrich Merz. Beide könnten – sollte sich der Trend fortsetzen – offen für eine Zusammenarbeit mit der AfD sein. Experten warnen, dass künftige Regierungen ohne die Rechtspopulisten kaum noch bildbar wären, sofern sich die Lage nicht grundlegend ändert.

Der wachsende Einfluss der AfD spiegelt die weitverbreitete Angst vor wirtschaftlichem Niedergang und steigenden Lebenshaltungskosten wider. Hält der Unterstützungstrend an, könnten die etablierten Parteien bald keine andere Wahl mehr haben, als mit der AfD zu verhandeln. Die Situation lässt kaum Spielraum für Alternativen – es sei denn, die Umstände ändern sich radikal.

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