14 June 2026, 08:16

300 Menschen fordern in Mainz Prüfung rechtsextremer Parteien durch Verfassungsgericht

Hundertschaften fordern Überprüfung von Rechtsextremen Parteien

300 Menschen fordern in Mainz Prüfung rechtsextremer Parteien durch Verfassungsgericht

Rund 300 Menschen versammelten sich am Samstag in Mainz, um gegen rechtsextreme Parteien zu protestieren und Forderungen nach Konsequenzen zu stellen. Die Kundgebung stand unter dem Motto PRÜF und forderte eine verfassungsrechtliche Überprüfung solcher Gruppierungen. Die Polizei meldete keine Zwischenfälle während der Veranstaltung.

Der Name der Kampagne, PRÜF, leitet sich vom deutschen Wort prüfen ab – also „überprüfen“. Die Demonstranten hielten Schilder mit Botschaften wie „Dürfen wir das eigentlich noch prüfen?“ oder „Übrigens: Kontrolle schützt die Freiheit“ in die Höhe. Ihr Ziel war es, eine offizielle Untersuchung rechtsextremer Parteien durch das Bundesverfassungsgericht anzustoßen.

Nach deutschem Recht können nur der Bundestag, der Bundesrat oder die Bundesregierung ein solches Verfahren einleiten. Das Gericht hat die Befugnis, Parteien zu prüfen und gegebenenfalls zu verbieten, sofern sie als verfassungsfeindlich eingestuft werden. Die rechtlichen Hürden für ein Verbot bleiben jedoch hoch.

Die Demonstration endete friedlich. Die Organisatoren hoffen, dass der Protest die Behörden dazu bewegt, eine formelle Überprüfung in Erwägung zu ziehen. Die Rolle des Bundesverfassungsgerichts bleibt in solchen Fällen zentral für künftige Entscheidungen.

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