Zufit Simons The Fight Club eröffnet das Best OFF Festival in Hannover
H.-Dieter ReuterZufit Simons The Fight Club eröffnet das Best OFF Festival in Hannover
Zufit Simon, eine in Israel geborene Choreografin mit Wohnsitz in Deutschland, eröffnet in diesem Jahr das Best OFF Festival für Independent-Theater in Hannover. Ihr neuestes Werk The Fight Club markiert einen kühnen Wendepunkt in ihrer künstlerischen Laufbahn. Die Premiere findet am 23. April statt und festigt ihren Ruf als furchtlose Stimme im zeitgenössischen Tanz.
Simon wurde 1980 in Israel geboren und lebt seit 25 Jahren in Deutschland. Ihr erster Bühnenauftritt datiert auf das Jahr 2002 in Turm zu Babel der Company CobosMika in München. Früh in ihrer Karriere erhielt sie Unterstützung von Dietrich Oberländers artblau Tanzwerkstatt in Braunschweig, die ihre Arbeiten von Anfang an förderte.
Ihre Choreografien werden oft mit der molekularen Gastronomie verglichen – jede Bewegung ist präzise destilliert und doch reich an Bedeutung. 2024 gewann sie den Best OFF Festival-Preis für Radical Cheerleading, ein Stück, das körperlichen Protest erkundet. Im selben Jahr schloss das LOT-Theater, wo viele ihrer Werke uraufgeführt wurden, aufgrund von Insolvenz seine Pforten.
Trotz Rückschlägen wuchs Simons Einfluss. 2016 strich das Niedersächsische Ministerium für Kunst und Kultur ihre konzeptionelle Förderung, doch sie entwickelte sich weiter. Ihr aktuelles Stück The Fight Club widmet sich Themen wie Kampf und männlicher Energie. In diesem Jahr, mit 45 Jahren, erhielt sie den Münchner Tanzpreis für ihr Lebenswerk.
Ihre neue Arbeit steht im Mittelpunkt des Best OFF Festivals in Hannover. Der Eröffnungabend am 23. April unterstreicht ihre anhaltende Prägung des Independent-Theaters. Mit einer Karriere, die sich über mehr als zwei Jahrzehnte erstreckt, bleibt sie eine prägende Kraft im experimentellen Tanz.






