17 March 2026, 02:16

ZF verschiebt Lohnerhöhung und baut 14.000 Stellen bis 2028 ab – ohne Kündigungen

Liniengraph, der den Anstieg der Verkaufszahlen von batterieelektrischen Fahrzeugen in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Autozulieferer ZF kündigt umfassendes Sparprogramm an - Allianz mit Mitarbeitern - ZF verschiebt Lohnerhöhung und baut 14.000 Stellen bis 2028 ab – ohne Kündigungen

ZF verschiebt geplante Lohnerhöhung und baut Stellen ab

ZF hat eine für April 2026 vorgesehene Lohnerhöhung um 3,1 Prozent auf Oktober verschoben – Teil umfassender Sparmaßnahmen. Bereits im vergangenen Sommer hatte das Unternehmen angekündigt, bis 2028 weltweit 14.000 Stellen abzubauen. Nun haben sich Geschäftsführung und Gewerkschaften auf einen Kompromiss geeinigt, der die Zukunft des Konzerns ohne betriebsbedingte Kündigungen sichern soll.

Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, Zwangsentlassungen zu vermeiden – etwa durch Vorruhestandsregelungen und freiwillige Abfindungsprogramme. Bis 2030 soll allein in der größten Sparte, der Division E, fast die Hälfte der Arbeitsplätze wegfallen: 7.600 Stellen. Zudem wird für Beschäftigte im Bereich Elektromobilität die wöchentliche Arbeitszeit bis Ende 2027 um etwa sieben Prozent reduziert.

ZF-Chef Mathias Miedreich bezeichnete die Einigung als "Meilenstein", um die langfristige Marktführerschaft des Unternehmens zu erhalten. Barbara Resch von der IG Metall betonte, die Maßnahmen würden ZF helfen, als attraktiver Arbeitgeber wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig bestätigte das Unternehmen, die Sparten für Elektromobilität nicht auszugliedern, sondern sie weiter in das Kerngeschäft zu integrieren.

Der Restrukturierungsplan setzt auf Kostensenkungen und Personalanpassungen – allerdings ohne betriebsbedingte Entlassungen. Die Lohnerhöhungen treten später in Kraft, und in zentralen Bereichen wird die Arbeitszeit verkürzt. Ziel ist es, die Position des Konzerns zu stabilisieren und sich gleichzeitig an die Marktanforderungen anzupassen.

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