16 March 2026, 10:19

Wohnungsnot in Baden-Württemberg: Studierende verzweifelt auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum

Ein Plakat mit der Aufschrift "Was gibt es Neues zum einmaligen Schuldenentlastungsprogramm der Biden-Harris-Regierung?" oben und Büchern unten.

Wohnungsnot in Baden-Württemberg: Studierende verzweifelt auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum

Wohnungsnot in Baden-Württemberg: Studierende kämpfen mit explodierenden Mieten

Studierende in Baden-Württemberg finden kaum noch bezahlbaren Wohnraum, während die Mieten weiter steigen. Der akute Mangel zwingt viele zur verzweifelten Suche – Hilfsangebote springen ein, um die Not zu lindern. Von Zwischenmieten bis zu kirchlichen Unterkünften gibt es Alternativen, doch für Tausende bleibt die Wohnungsjagd ein hartes Unterfangen.

Die Suche beginnt meist bei den Studierendenwerken, die als erste Anlaufstelle fungieren. Sie bieten verschiedene Wege zur Wohnungsvermittlung, etwa über Online-Portale oder lokale Listen. Auch das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg verweist Studierende an diese Einrichtungen und bietet eine zentrale Übersicht über die verfügbaren Hilfen.

Vermieter dürfen zwar bestimmte Unterlagen anfordern, allerdings nur, wenn sie für die Mietentscheidung tatsächlich relevant sind. Eine Schufa-Auskunft etwa sollte erst verlangt werden, wenn der Mietvertrag kurz vor dem Abschluss steht. Die Kaution wiederum ist auf maximal das Dreifache der monatlichen Nettokaltmiete gedeckelt, um übermäßige Vorabkosten zu verhindern.

In besonders betroffenen Städten bremst die Mietpreisbremse die Erhöhungen auf maximal 10 Prozent über dem örtlichen Durchschnitt. Damit soll die Preisspirale gebremst werden – doch die Nachfrage übersteigt das Angebot weiterhin bei Weitem. Wer trotzdem keine Bleibe findet, weicht notfalls auf Zwischenmieten aus. Manche Studierende wenden sich auch an kirchliche Träger wie Caritas Ulm, das Erzbistum Freiburg oder die Diözese Rottenburg-Stuttgart, die in ausgewählten Regionen Wohnraum anbieten.

Die Wohnungsmisere in Baden-Württemberg gibt vorerst keine Entwarnung. Studierende sind auf Notlösungen und Unterstützungsnetzwerke angewiesen. Zwar bieten Regelungen wie die Mietpreisbremse oder Kautionsgrenzen einen gewissen Schutz, doch der anhaltende Nachfragedruck und steigende Kosten machen die Suche nach einem Dach über dem Kopf weiterhin zum Kraftakt. Ohne weitere Maßnahmen dürfte sich die Lage auch in den kommenden Semestern nicht entspannen.

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