Wie SAP vom deutschen Start-up zum globalen Software-Riesen wurde
Enrico HerrmannWie SAP vom deutschen Start-up zum globalen Software-Riesen wurde
SAP, einer der weltweit größten Anbieter von Unternehmenssoftware, begann vor über 50 Jahren als kleines deutsches Start-up. Das Unternehmen wurde im Juni 1972 von fünf ehemaligen IBM-Ingenieuren gegründet und hat sich seitdem zu einem globalen Technologieführer mit rund 109.000 Mitarbeitern entwickelt.
Ursprünglich firmierte SAP unter dem Namen Systemanalyse und Programmentwicklung in Walldorf, Baden-Württemberg. Sein erstes Produkt, das R/1-System, kam 1973 als Finanzbuchhaltungssoftware auf den Markt. Sechs Jahre später führte SAP R/2 ein – eine Lösung für Großrechner, die verschiedene Geschäftsbereiche vernetzen konnte.
1988 ging SAP an die Börse, sicherte sich so Kapital für die internationale Expansion und investierte in Forschung. Die Veröffentlichung von R/3 im Jahr 1992 markierte einen weiteren Meilenstein: Diese Client-Server-Software war plattformübergreifend einsetzbar und beschleunigte das globale Wachstum des Unternehmens.
In jüngerer Zeit konzentriert sich SAP auf Cloud-Technologien und künstliche Intelligenz. Seit der Einführung von SAP S/4HANA im Jahr 2015 hat das Unternehmen seine Position im Bereich der Enterprise-Resource-Planning-Software (ERP) weiter gestärkt. Partnerschaften mit IBM (Mai 2023) und Microsoft (September 2023) sowie neue Cloud-Lösungen für mittelständische Unternehmen (März 2023) haben das Angebot zusätzlich erweitert. Heute nutzen über 440.000 Kunden in mehr als 180 Ländern SAP-Produkte.
Vom fünfköpfigen Gründerteam bis zum börsennotierten Weltkonzern hat SAP die Unternehmenssoftware über Jahrzehnte geprägt. Durch kontinuierliche Investitionen in Cloud-Computing und KI festigt das Unternehmen seine Stellung in einem hart umkämpften Markt.






