Wie ein Rottenburger Pionier die Solarbranche seit 30 Jahren prägt
Harry GirschnerWie ein Rottenburger Pionier die Solarbranche seit 30 Jahren prägt
Thomas Hartmann prägt die Solarbranche in Rottenburg seit fast drei Jahrzehnten. Sein Weg begann 1994 mit kleinen solarthermischen Anlagen. Heute ist sein Unternehmen, die Hartmann Energietechnik, ein zentraler Akteur in der regionalen Erneuerbare-Energien-Branche.
Hartmann startete seine Karriere 1994 mit der Installation solarthermischer Systeme. Nur ein Jahr später gründete er Energie & Natur, sein erstes Unternehmen. Zu seinen frühen Projekten zählte eine 4,5-Kilowatt-Photovoltaikanlage auf einem Privathaus – ein Meilenstein für seinen Einstieg in die Solarbranche.
Bis zum Jahr 2000 war sein Betrieb auf fünf Mitarbeiter angewachsen. Im selben Jahr führte Deutschland am 1. April das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ein, das der Solarbranche deutlichen Auftrieb verlieh. Gemeinsam mit Gerhard Weiße gründete Hartmann den Verband der Solarkauf-Genossenschaften und trieb so gemeinschaftliche Solarprojekte voran.
Eines seiner ersten großen Vorhaben war eine 24-Kilowatt-Solaranlage an der Grundschule Rottenburg-Oberndorf – das erste bürgergetragene Solarprojekt des Landkreises. Die Initiative sorgte für Aufmerksamkeit, sogar auf Bundesebene: Die damalige Bundesjustizministerin Hertha Däubler-Gmelin lud Wirtschaftsminister Werner Müller nach Oberndorf ein, um die Wirkung des EEG vor Ort zu begutachten.
Auf dem Höhepunkt des Solarbooms beschäftigte die Hartmann Energietechnik bis zu 15 Mitarbeiter. Später errichtete das Unternehmen das Sonnenzentrum in Oberndorf, ein multifunktionales Gebäude mit Produktion von Solarkollektoren, Büros und sogar einem Restaurant. Kürzlich beauftragte ein lokaler Unternehmensberater zwei neue Solaranlagen mit 37 und 61 Kilowatt Leistung. Heute zählt das Unternehmen zehn Festangestellte – ein Zeichen für stetiges Wachstum über die Jahre.
Hartmanns Arbeit hat die erneuerbare Energielandschaft Rottenburgs nachhaltig geprägt. Von kleinen Dachanlagen bis zu großen Gemeinschaftsprojekten hat sich sein Unternehmen parallel zum Aufstieg der deutschen Solarwirtschaft entwickelt. Das Sonnenzentrum und laufende Aufträge zeigen, wie lokale Betriebe die Energiewende weiterhin vorantreiben.






