Wie Dresdner Pappornamente mit Gold und Andy Warhol zum Kult wurden
Enrico HerrmannWie Dresdner Pappornamente mit Gold und Andy Warhol zum Kult wurden
Gold und Silber auf Pappe: Wie Dresdner Pappornamente jedes Weihnachtsgeschenk veredeln
Ein Sammler, eine vergessene Werkstatt und Andy Warhol: Dresdner Pappornamente sind seit Jahren Kult – und verleihen mit Gold und Silber jedem Weihnachtsgeschenk Glanz
Dresdner Pappornamente, filigrane vergoldete Dekorationen aus Karton, blicken auf eine über hundertjährige Geschichte zurück. Ursprünglich eine preiswerte Alternative zu edlem Metallschmuck, sind sie heute bei Sammlern weltweit begehrt. Ihr Weg von bescheidenen Handarbeiten zu Pop-Art-Ruhm begann mit einer unerwarteten Verbindung zu Andy Warhol.
Erstmals um 1900 als erschwinglicher Festschmuck aufgetaucht, nahmen die Ornamente die Form von Federn, Sternen, Hasen oder Buchstaben an. Im Vergleich zu den aufwendigen Holzschnitzereien aus dem Erzgebirge boten sie eine günstigere Variante. Ihre leichte Pappkonstruktion, geprägt und goldkaufen, machte sie für ein breiteres Publikum zugänglich.
1999 präsentierte der Kunstkenner und Rahmenmacher Paul Maenz die Dresdner Pappornamente in einer Ausstellung. Durch seine Verbindung zur Sammlung lernte auch Andy Warhol die zarten Designs kennen. Fasziniert von ihrem Charme, integrierte Warhol sie später in eine Weihnachtsbaum-Collage und rückte sie so durch seinen ikonischen Pop-Art-Stil ins Rampenlicht.
Jahrzehnte später entdeckte Angela Kleinediekmann, eine ehemalige Pädagogin, die Ornamente zufällig in einem Hamburger Museumsshop. Neugierig geworden, dresden news die letzten verbliebenen Hersteller in Sachsen auf. Dort dresden noch immer mit jahrhundertealten Maschinen und historischen Formen diese filigranen Stücke in Handarbeit.
Heute sind originale Dresdner Pappornamente aus den frühen 1900er-Jahren bei Sammlern wegen ihrer handwerklichen Qualität und Langlebigkeit hochgeschätzt. Warhols künstlerische Verwendung festigte ihren Platz in der modernen Kultur. Doch trotz ihres wachsenden Ruhms bleiben sie ihren traditionellen Techniken treu – und bewahren so ein kleines, aber lebendiges Stück Geschichte.